Miniatur-Krabbe nistet sich in einer Muschel ein

29. Oktober 2016, 09:00
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Die Gattungen Pinnotheres und Serenotheres stellen die Winzlinge der Krabbenwelt – Forscher stoßen auf neue Spezies

foto: zachariah kobrinsky und david liittschwager
Ungewohnte Relation: Große Muschel, kleine Krabbe.

Fast vier Meter Spannweite können die Beine einer Japanischen Riesenkrabbe (Macrocheira kaempferi) umfassen. Am anderen Ende des Größenspektrums unter den knapp 7.000 bekannten Krabbenarten stehen die Angehörigen der Gattungen Pinnotheres und Serenotheres: Diese Tiere sind jeweils so klein wie eine Erbse.

Eine bislang unbekannte Spezies aus dieser Familie stellten nun Peter Ng von der Nationalen Universität Singapur und Christopher Meyer von der Smithsonian Institution im Fachmagazin "ZooKeys" vor. Das gelblich-weiße Tier erhielt die Bezeichnung Serenotheres janus, da sich die Forscher von einer zusätzlichen Platte am Panzer seines Kopfbruststücks an Darstellungen des doppelköpfigen römischen Gottes Janus erinnert fühlten.

foto: peter k. l. ng
Die Erbsenkrabbe in Großaufnahme.

Gefunden wurde der Winzling in den Gewässern der Salomonen in der Südsee – genauer gesagt in einer Muschel. Die Miniaturkrabben nisten sich nämlich im Inneren von Muscheln als Parasiten ein und zwacken etwas von der Nahrung ab, die diese aus dem Wasser filtern. Im vorliegenden Fall war die unfreiwillige Wirtin der Krabbe eine große Miesmuschel. (red, 29. 10. 2016)

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