Wie Salzburg verstärkt Start-ups anlocken will

27. Oktober 2016, 16:14
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Mietzuschuss und Mentorenprojekte für Gründer

Salzburg – Stadt und Land Salzburg wollen mehr Start-ups in das Bundesland locken. Um die gründerfreundlichste Region Österreichs zu werden, wurden Förderungen und Mentorenprogramme ins Leben gerufen. Die Stadt Salzburg unterstützt künftig Start-ups in der Gründungsphase mit einem Mietzuschuss. 300 Euro pro Monat gibt es für den ersten neu geschaffenen Arbeitsplatz, 50 Euro zusätzlich für jeden weiteren. Der Zuschuss der Stadt ist auf zwei Jahre begrenzt. Insgesamt 230.000 Euro sind dafür bis 2019 budgetiert.

"Start-ups sorgen für positive Dynamik und Verjüngung am Wirtschaftsstandort, schaffen Arbeitsplätze in spannenden Bereichen, sichern Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität – wir tun also gut daran, diese Szene zu unterstützen", begründet Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) die neue Förderung. Zudem gibt es für Jungunternehmer beim Wirtschaftsservice der Stadt ein spezielles Beratungsangebot, das sie bei Behördengängen rund um die Firmengründung und der Standortsuche unterstützt. Die Stadt bietet auch Räumlichkeiten für Start-ups für Veranstaltungen oder Workshops an.

Gründer-Ökosystem aufbauen

Die Stadt Hallein stellt Studierenden der Fachhochschule Salzburg, die ein Start-up gründen wollen, bereits seit 2014 leerstehende Geschäftsräume ein Jahr lang mietfrei zur Verfügung. Ziel ist es, die jungen Kreativen am Wirtschaftsstandort Hallein zu halten.

Anfang des Jahres hat sich in Salzburg zudem die Initiative Start-up Salzburg zusammengefunden, die ein Gründer-Ökosystem aufbauen und die Innovationskultur fördern möchte. Partner der Initiative sind Land Salzburg, ITG – Innovationsservice für Salzburg, Wirtschaftskammer Salzburg, Fachhochschule Salzburg, Universität Salzburg, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, CoWorking Salzburg und Techno-Z Salzburg. Die acht Institutionen bündeln ihr Know-how, um Gründer zu unterstützen.

An Service-Points sollen Gründer eine individuelle Beratung auf dem Weg in die Selbstständigkeit erhalten. Die Berater entwickeln zusammen mit dem Start-up eine Roadmap, die zeigt, in welchem Entwicklungsstadium sich das Unternehmen gerade befindet – egal, ob das Start-up bisher nur eine vage Idee ist oder es bereits einen perfekt ausgearbeiteten Businessplan gibt.

Gründer-Hotspot Itzling

Im Juli veranstaltete die Initiative koordiniert von der Wirtschaftskammer eine "Start-up Salzburg Factory". Zwanzig Start-ups präsentierten ihre Ideen. Die fünf Sieger werden seit September bei ihren Entwicklungsschritten von Coaches und Mentoren begleitet und fit für Finanzierungen und den Markteintritt gemacht.

Das Techno-Z im Stadtteil Itzling tut sich immer mehr als Hotspot für die Gründerszene hervor. Zuletzt eröffnete das heimische Vorzeige-Start-up Runtastic einen Standort in Salzburg-Itzling. Auch der im Techno-Z eingerichtete Coworking-Space zieht junge Kreative an, und im Happylab, einer offenen Hightech-Werkstatt, kann jeder seine persönliche Produktidee umsetzen. Dazu stehen 3-D-Drucker, Lasercutter, CNC-Fräse und Schneidplotter zur Verfügung. (Stefanie Ruep, 27.10.2016)

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