Die angesagtesten Lonely-Planet-Regionen 2017

Ansichtssache28. Oktober 2016, 05:30
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In der "Best of Travel"-Reihe stellt Lonely Planet jedes Jahr die interessantesten Reiseziele vor. Das sind die Top Ten 2017

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10. Skellig Ring, Irland

Skellig Michael spielt im jüngsten Star-Wars-Film eine tragende Rolle. Eine Überfahrt auf die Insel startet vom Skellig Ring, Irlands wohl "charmantestem Streifen wilder, smaragdgrüner Küste", wie es bei Lonely Planet heißt. In Das Erwachen der Macht erhascht man am Ende einen Vorgeschmack auf Skellig Michael; in der 2017 anlaufenden Episode wird die Insel eine prominentere Rolle spielen. Vor Ort stellt man sich schon auf den Besucheransturm ein.

Skellig Michael ist aber auch eine Welterbestätte: Ihre Ruinen stammen von frühen Christen, die sich hier zwischen dem 6. und 13. Jahrhundert eine Existenz erkämpften. Direkt dahinter sieht man die Schwesterinsel Small Skellig, einen noch schrofferen Außenposten, auf dem 50.000 Basstölpel nisten. Zwei Kleckse Land im Meer, am äußersten westlichen Rand Europas, die schwer zu erreichen sind.

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9. Perak, Malaysia

Peraks Ipoh erlebt einen Boom nostalgischer Cafés und Boutiquen. Epizentrum dieses Vintage-Trends ist das historische Altstadtviertel Kong Heng, das das fantasievoll gestaltete Sekeping Kong Heng Hotel umgibt. Verspielte Läden wie das Roquette Cafe, Burps & Giggles und Bits & Bobs laden zum Shoppen, Bummeln und ais kepal (Eiskugeln) Schlemmen ein. Gleichzeitig bieten auf der Insel Pangkor Guesthouses und Tourguides nachhaltige Naturwanderungen und Dorftouren an; angeleitet und unterstützt von EcoMY, einer Hilfsorganisation. Lonely Planet: "Der neue Fokus auf Flora und Fauna bringt frischen Seewind ins Strandparadies."

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8. Küste von Georgia, USA

"Dies hier ist einer der großen, unbesungenen Roadtrips Amerikas, wo hinter jeder Kurve in der üppigen Landschaft Überraschungen warten", lautet das Urteil von Lonely Planet bezüglich der Küste von Georgia, die sehr hübsch sein soll – und (noch) ruhig.

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7. Tuamotuinseln, Französisch Polynesien

Die etwa 77 Atolle des atemberaubenden Archipels liegen weit über den Pazifik verstreut. Protzige Hotelbauten gibt es hier nicht; man übernachtet in vereinzelten Familienpensionen und den wenigen Luxushotels. Das türkisfarbene Nass lockt mit seinem üppigen Unterwasserleben Taucher aller Kaliber an: Die Tuamotus zählen zu den besten Tauchrevieren der Welt. Und das hat noch nie auf den Archipel so zugetroffen wie 2017: Immer mehr Tauchgebiete werden erschlossen, und ein neues Tauchsafarischiff läuft in diesem Jahr erstmals aus.

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6. Aysén, Chile

Nur eine Straße führt in die Region Aysén im chilenischen Patagonien, und wer ihrem unbefestigten Lauf folgt, den erwartet eine bunte Reise zu nebligen Fjorden, durch dampfenden Regenwald und staubtrockene Pampa und zu himmelblauen Lagunen. Dominiert vom Gletschergebiet Campo de Hielo Sur (dem drittgrößten Süßwasserreservoir der Erde) ist die extreme Landschaft der Aysén-Region ständigem Wandel unterworfen. Neue Wege zu den Gletschern und ein riesiges Gebiet, das bald Nationalparkstatus haben wird, machen Reisen zu Patagoniens letztem Außenposten so attraktiv wie nie zuvor, so Lonely Planet

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5. Südaustralien

South Australia zeichnet sich nicht nur durch seine herrlichen Weinberge aus, auch einige der atemberaubendsten Landschaften Australiens sind hier zu finden. Zudem ist es auch der ideale Ausgangspunkt für das ultimative Outback- Abenteuer. Der Bundesstaat bietet laut Lonely Planet den coolsten Mix aus malerischen Weinlandschaften, Festivals voll landwirtschaftlicher Köstlichkeiten, großartigen Outbackgebieten und menschenleeren Stränden, bei denen sogar die Bahamas vor Neid erblassen würden. 2017 wird die Queen Mary 2 South Australia anlaufen und nicht nur die Kunststadt Adelaide besuchen, sondern auch das rustikal-charmante Kangaroo Island. South Australia, ein Festessen für jeden Geschmack.

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4. Nordwales, Großbritannien

Wanderer, Mountainbiker und Kletterer haben das Gebiet, das reich an Hügeln und Legenden ist, erobert und zu ihrem Spielplatz erklärt. Zudem hat sich Nordwales zum Pilgerort für eingefleischte Gourmets gemausert. Seit der Eröffnung des Bodnant Welsh Food Centre finden jedes Jahr außergewöhnliche und hochkarätige Gourmetfestivals statt: das Gwledd Conwy Feast, das Menai Seafood Festival, das Beaumaris Food Festival und viele mehr.

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3. Azoren, Portugal

Die Azoren vereinen Natur-Highlights, die man von anderen Flecken der Erde kennt: die saftig grünen Vulkane Hawaiis, die mittelalterlichen Dörfer Portugals, die Thermalquellen Skandinaviens, die haushohen Klippen Irlands und die zerklüfteten Grate Patagoniens. Doch der Geheimtippstatus schwindet: Allein im letzten Jahr sind 31 Prozent mehr Touristen gekommen. "2017 sollte also Ihr Azoren-Jahr sein, bevor‘s hier richtig losgeht", heißt es bei Lonely Planet.

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2. Taranaki, Neuseeland

Statistisch belegt ist jedenfalls, dass nur zwei Prozent aller ausländischen Touristen hierherkommen. Nun wird der neue offizielle Slogan der abgelegenen Region – "A Little Bit Out There" – bewusst mit einer unkonventionellen neuen Galerie unterlaufen, die dem exzentrischen Bildhauer, Filmemacher, Maler und Schriftsteller Len Lye gewidmet ist. Außerdem entsteht im nahen Egmont-Nationalpark ein Wanderweg, der den Tongariro Alpine Crossing im Kampf um den Titel "schönste Tageswanderung Neuseelands" herausfordert.

Das geografische und spirituelle Herz der Region ist der Mt. Taranaki im Egmont-Nationalpark, ein so perfekter Vulkankegel, dass er im Film "Der letzte Samurai" den Fujiyama doubelte. Um ihn erstrecken sich saftige Ebenen mit kleinen Örtchen, die nächste größere Stadt ist New Plymouth (74.184 Einwohner). Die großen Erdöl- und Erdgasreserven vor der Küste sorgen für den wirtschaftlichen Aufschwung der Region.

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1. Choquequirao, Peru

Choquequirao, versteckt im tiefen Apurímactal gelegen, war für die Inka der letzte Zufluchtsort vor den Conquistadores. Es ist quasi so, wie Machu Picchu bevor die Touristen kamen. Man sollte sich aber beeilen: Für 2017 (bürokratiebedingte Verzögerungen nicht ausgeschlossen …) ist eine Seilbahn geplant, die täglich bis zu 3.000 Besucher in 15 Minuten hinauf zu den Ruinen befördern soll. (red, 28.10.2016)

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