US-Konzern GE kauft 3D-Drucker-Firma aus Bayern

27. Oktober 2016, 13:58
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Nach gescheiterter Übernahme von SLM Solutions nun Concept Laser erworben

Der US-Konzern General Electric ist auf der Suche nach einem Hersteller von 3D-Druckern doch noch in Deutschland fündig geworden. Nur wenige Stunden nach dem Scheitern der Übernahme der börsennotierten SLM Solutions mit Sitz in Lübeck haben die US-Amerikaner den Kauf der in Privatbesitz befindlichen Concept Laser GmbH bekanntgegeben.

GE zahlt für einen 75-Prozent-Anteil an dem 200 Mitarbeiter starken Unternehmen aus Lichtenfels nahe Bamberg 549 Mio. Euro.

"Concept-Laser-Gründer Frank Herzog und sein Team sind wahre Pioniere im Laserschmelzen von Metallen"

"Concept-Laser-Gründer Frank Herzog und sein Team sind wahre Pioniere im Laserschmelzen von Metallen", erklärte David Joyce, der Chef von General Electrics Luftfahrttechnik-Sparte, am Donnerstag in Boston. Der Konzern will nach eigenen Angaben kräftig in den Standort Lichtenfels investieren, wo Concept Laser weiterhin seinen Sitz haben wird. Das derzeitige Management soll ebenfalls bleiben. GE habe die Möglichkeit, in einigen Jahren das Unternehmen komplett zu übernehmen, teilte der Konzern mit.

Concept Laser wurde im Jahr 2000 gegründet und fertigt Maschinen für den 3D-Druck von Metallbauteilen. Die Maschinen werden unter anderem im medizinischen Bereich und im Flugzeugbau eingesetzt. Eine ähnliche Technik bietet auch SLM Solutions an. General Electric hatte am Mittwochabend die geplante Übernahme des Unternehmens abgeblasen, nachdem zu wenige Aktionäre ihre Anteilsscheine hergeben wollten. (APA, 27.10. 2016)

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