USA: Hunderte IS-Kämpfer seit Beginn der Mossul-Offensive getötet

27. Oktober 2016, 15:57
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Mehr als 10.000 Menschen nach UN-Angaben geflüchtet

Mossul – Seit Beginn der Großoffensive zur Befreiung der irakischen Großstadt Mossul von der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) sind nach US-Militärangaben bis zu 900 IS-Kämpfer getötet worden. "Bei den Operationen seit eineinhalb Wochen im Zusammenhang mit Mossul haben sie nach unseren Schätzungen rund 800 bis 900 IS-Kämpfer getötet", sagte der Oberbefehlshaber des US-Central Kommandos, Joseph Votel im Hinblick auf die an der Offensive beteiligten irakischen und kurdischen Streitkräfte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

Nachdem der IS ein Sulfat-Werk südöstlich von Mossul angezündet hat, mussten mehr als 1.000 Menschen wegen Erstickungssymptomen behandelt werden. Ende vergangener Woche habe sich dort eine große Giftwolke über Dutzende Kilometer ausgebreitet, teilte das UN-Umweltprogramm UNEP am Donnerstag mit.

Die Extremisten hatten das Werk Al-Mishrak in Brand gesetzt, als irakische Kräfte während ihrer Offensive auf die IS-Bastion Mossul vorrückten. UNEP warnte vor weiteren Umweltschäden durch die Militäroperation. Der IS setze auf eine "Politik der verbrannten Erde". So habe die Miliz in der Nähe des Ortes Al-Kayara 19 Ölquellen angezündet, wodurch Zivilisten und bewaffnete Kräfte giftigem Rauch ausgesetzt gewesen seien. Am vergangenen Sonntag sei zudem ein Wasserwerk bei Gefechten beschädigt worden, wodurch Chlorgas entwichen sei, erklärte UNEP. Rund 100 Zivilisten wurden demnach ärztlich behandelt.

Tausende auf der Flucht

Die Großoffensive zur Rückeroberung von Mossul hatte am 17. Oktober begonnen. An der Seite der irakischen Armee kämpfen kurdische Peschmerga-Einheiten und schiitische Milizen. Die US-geführte Anti-IS-Koalition unterstützt sie durch Luftangriffe. Nach Uno-Angaben sind seither bereits mehr als 10.000 Iraker geflohen.

Hilfsorganisationen und die Uno sorgen sich um das Schicksal der etwa 1,5 Millionen Einwohner von Mossul. Sie erwarten, dass im Zuge der Kämpfe eine Million Menschen flüchten könnten. Derzeit errichten die Hilfsorganisationen unter Hochdruck Flüchtlingslager. (APA, 27.10.2016)

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    foto: reuters/ari jalal
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