Buchhandlungspreis: Thalia-Buchhändler kritisieren Ausschluss

27. Oktober 2016, 10:58
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Kommendes Jahr sollen die fünf besten Buchhandlungen Österreichs ausgezeichnet werden

Wien – Die Buchhändler der Thalia Buch & Medien GmbH kritisieren den von Bundeskanzleramt und Hauptverband des Österreichischen Buchhandels ausgelobten Buchhandlungspreis, weil sich nur inhabergeführte Geschäfte dafür bewerben dürfen. "Die einzige österreichische Bastion gegen Amazon darf bei der Ausschreibung nicht teilnehmen und ist vom Wettbewerb ausgeschlossen", heißt es in einer Aussendung.

Die Thalia-Buchhändler verstehen nicht, "was diese Einschränkung mit der Qualität einer Buchhandlung zu tun hat, zumal alle Thalia Filialen von den BuchhändlerInnen wie ihr eigenes Geschäft geführt werden". Die unter der Dachgesellschaft Thalia geführten Geschäfte würden rund 500 ausgebildete Buchhändler und zusätzlich 100 Lehrlinge beschäftigen. In Richtung Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ), der den Preis kürzlich bei der Frankfurter Buchmesse präsentiert hat, betonen die Thalia-Buchhändler, "dass die Wertschöpfung von Thalia in Österreich erfolgt und die Steuern auch in Österreich gezahlt werden".

Mit dem Preis sollen im kommenden Jahr erstmals die fünf besten Buchhandlungen Österreichs mit insgesamt 50.000 Euro und einem Gütesiegel ausgezeichnet werden, ab 31. Oktober läuft die Ausschreibung. Bewerben können sich alle Buchhandlungen, die ihren Sitz in Österreich haben, inhabergeführt und Mitglied im Hauptverband sind. (APA, 27.10.2016)

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