Rapid saniert sich mit 4:0 gegen BW Linz

26. Oktober 2016, 22:14
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Blau-Weiß beim Heimspiel auf dem Sportclubplatz viel zu schwach, um konzentrierte Hütteldorfer zu fordern

Wien – Rapid hat sich am Mittwoch im Achtelfinale des ÖFB-Cups Erleichterung verschafft. Die Hütteldorfer setzten sich vor knapp 4.000 Zuschauern auf dem Sportclubplatz im "Auswärtsspiel" gegen Blau-Weiß Linz souverän mit 4:0 (3:0) durch und feierten damit den ersten Sieg nach sechs Bewerbspartien ohne Erfolgserlebnis.

Die Rapidler begannen bei ihrem bereits dritten Cup-Auftritt in Wien-Hernals binnen weniger Monate erstmals in dieser Saison mit zwei echten Spitzen – und die Systemumstellung tat sichtlich gut. Von Beginn an wurden die überforderten Oberösterreicher auf dem ramponierten Rasen am Strafraum eingeschnürt, Tore waren die logische Konsequenz.

Das 1:0 besorgte Louis Schaub mit einem abgefälschten Schuss nach Vorlage von Giorgi Kvilitaia. In der 22. Minute köpfelte Tamas Szanto eine Flanke von Matej Jelic in Richtung Fünfer, Thomas Murg bugsierte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Elf Minuten später staubte der auffällige Kvilitaia nach einem kurz abgewehrten Szanto-Schuss zum 3:0 ab – damit war die Partie endgültig gelaufen.

Alleine in der ersten Hälfte erspielte sich Rapid Chancen für einen Kantersieg. Nach dem Seitenwechsel ließen es die Grün-Weißen etwas ruhiger angehen, kamen aber noch zum 4:0 durch Jelic (58.) und ließen keine einzige Möglichkeit des Gegners zu.

Die Rückschläge der vergangenen Wochen hatten diesmal auf das Gebotene am Platz keine Auswirkungen – sehr wohl aber auf die Stimmungslage der Fans. In einem Transparent wurde ein "Ausmisten" beim "Rapid-unwürdigen" Trainerteam verlangt, außerdem forderten Anhänger in Sprechchören den Rücktritt von Sportdirektor Andreas Müller. (APA, red, 26.10.2016)

ÖFB-Cup, Achtelfinale, Mittwoch

Blau-Weiß Linz – Rapid Wien 0:4 (0:3)
Wien, Sportclub-Platz, 4.000 Zuschauer, SR Hameter

Tore: Schaub (7.), Murg (22.), Kvilitaia (33.), Jelic (58.)

Aufstellung Rapid: Novota – Pavelic, Sonnleitner, M. Hofmann, Schrammel (64. Wöber) – Schaub, Murg (70. Malicsek), Mocinic, Szanto – Kvilitaia, Jelic (76. Traustason)

Stimmen:

Mike Büskens (Rapid-Trainer): "Das war ein wichtiger Sieg für den ganzen Verein. Die Jungs haben super gespielt, sind konsequent aufs Tor gegangen und haben sich dafür früh belohnt. Das System mit zwei Spitzen hat gut funktioniert, aber wir hatten schon in den Spielen davor genügend Chancen. Unmutsäußerungen der Fans sind ganz normal."

Louis Schaub (Rapid-Spieler): "Das war ein ganz wichtiger Sieg. Halb Österreich wollte uns verlieren sehen, damit sie auf uns draufhauen können, aber wir haben verdient gewonnen. Wir haben heute gesehen, dass wir auch ein anderes System draufhaben. Mit zwei Stürmern hat es gut funktioniert."

Klaus Schmidt (Blau-Weiß-Linz-Trainer): "Wir waren in der ersten Hälfte nicht ready. Es war, als ob man in eine Schießerei kommt und zwei Buttermesser eingesteckt hat. Wir hatten nie Zugriff auf das Spiel, sind nur dem Ball nachgelaufen und haben keine Zweikämpfe gewonnen."

  • Die Rapid-Torschützen auf einen Blick: Thomas Murg, Giorgi Kvilitaia und  Louis Schaub (von links).
    foto: apa/expa/pucher

    Die Rapid-Torschützen auf einen Blick: Thomas Murg, Giorgi Kvilitaia und Louis Schaub (von links).

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