US-Geheimdienste sehen keinen Staat hinter Cyberattacke vom Freitag

26. Oktober 2016, 11:35
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Ermittlungen zu Vorfall am Freitag laufen noch

Der Chefkoordinator der US-Geheimdienste, James Clapper, vermutet nichtstaatliche Angreifer hinter der massiven Hackerattacke vor wenigen Tagen. In einem Interview des Fernsehsender CBS sagte er am Dienstag auf die Frage, ob nichtstaatliche Akteure verantwortlich seien: "Danach sieht es vorläufig aus." Die Ermittlungen liefen allerdings noch, gab Clapper zu bedenken.

Zahlreiche populäre Internetdienste zeitweise zum Erliegen gebracht

Er wolle keine abschließende Aussage treffen. Zu dem Vorfall müssten "sehr viele Daten" gesammelt werden. Der Hackerangriff hatte am vergangenen Freitag in den USA zahlreiche populäre Internetdienste zeitweise zum Erliegen gebracht. Der Internet-Dienstleister Dyn wurde Opfer einer sogenannten Denial-of-Service-Attacke, bei dem das System durch massenhafte Anfragen zum Zusammenbruch gebracht wird. Betroffen waren davon Dyn-Kunden wie etwa Twitter, Spotify, Ebay, Netflix und Medien wie CNN und die "New York Times".

"Momentan denken wir, dass die Attacke neutralisiert wurde"

Am Montag gab US-Heimatschutzminister Jeh Johnson Entwarnung. "Momentan denken wir, dass die Attacke neutralisiert wurde", erklärte er. Zuletzt hatte in den USA eine Serie von Cyberangriffen für Aufsehen gesorgt, die russischer Herkunft sein sollen. Unter anderem soll Russland hinter dem Diebstahl von tausenden E-Mails stehen, die vom persönlichen Konto des Wahlkampfmanagers der demokratischen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, John Podesta, stammen. Sie wurden auf der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht. (APA, 26.10. 2016)

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  • Chefkoordinator der US-Geheimdienste, James Clapper
    foto: apa

    Chefkoordinator der US-Geheimdienste, James Clapper

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