Mourinho vor Duell mit Guardiola: "Müssen Männer sein"

25. Oktober 2016, 13:39
48 Postings

Nach dem 0:4-Debakel gegen Chelsea und vor dem Ligacup-Duell zwischen ManUnited und ManCity wurde Mourinho von Englands Presse abgewatscht

Nach seiner schlimmsten Niederlage in einem Spiel der Premier League hat José Mourinho die Spieler von Manchester United in die Pflicht genommen. "Nochmal: Dies ist nichts für Kinder. Dies ist etwas für Männer ... wir müssen uns wie Männer benehmen und die nächste Aufgabe angehen", sagte er beim hauseigenen Fernsehsender MUTV. Am Sonntag hatte ManUnited bei Mourinhos ehemaligem Klub FC Chelsea mit 0:4 verloren.

Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich am Mittwoch – im Stadtduell gegen City und Mourinhos Lieblingsfeind Pep Guardiola. Das erste Aufeinandertreffen am vierten Spieltag der Premier League hatten die Citizens 2:1 gewonnen. Mittlerweile liegt United mit nur 14 Punkten, seiner zweitschlechtesten Bilanz nach neun Spieltagen, sechs Zähler hinter dem Führungstrio Manchester City, FC Liverpool und FC Arsenal.

Zwei Durststrecken

Der Ligapokal kommt Mourinho deshalb denkbar ungelegen. "Ich würde jetzt lieber in der Premier League spielen", sagte Mourinho, dessen Mannschaft nur eines der vergangenen sechs Punktspiele gewonnen hat. Diese Bilanz habe ein "schlechtes Gefühl" bei ihm hinterlassen. Aber auch bei Guardiola läuft nicht alles rund: Seit fünf Pflichtspielen ist City ohne Sieg, für ihn persönlich ist es die längste Durststrecke seit 2009.

Konnte ManCity am Sonntag mit dem 1:1 gegen Southampton zumindest ein Remis verbuchen und die Tabellenführung behaupten, so lief es für ManUnited ganz und gar nicht nach Wunsch. Nach der Pleite hagelte es für Mourinho Kritik, nachdem er vor einer Woche noch für seine Taktik beim torlosen Remis in Liverpool gelobt worden war. "Das war ein peinliches Ergebnis, eine peinliche Vorstellung und eine peinliche Taktik von United", urteilte "The Telegraph" am Montag.

"Defensive Horrorshow"

Als "furchtbar, chaotisch, ahnungslos und erniedrigend, aber nicht special" bezeichnete "The Independent" die Leistung in Anspielung auf Mourinhos Spitznamen "The Special One". ManUnited stecke "im Rückwärtsgang" fest. BBC Sport nannte den Auftritt in London eine "defensive Horrorshow". Mourinho selbst räumte ein: "Wir haben in der Verteidigung unglaubliche Fehler gemacht. Und dafür bezahlt man."

Rooney und China

Ob es ein Fehler wäre, Wayne Rooney abzugeben, wird sich wohl nicht so leicht ermitteln lassen. Anscheinend hat nämlich nach Bastian Schweinsteiger nun auch der Kapitän der Red Devils und der englischen Nationalmannschaft keine Zukunft mehr bei ManUnited. Wie mehrere Medien berichten, habe Mourinho dem 31-Jährigen bereits mitgeteilt, dass er nicht mehr mit ihm plane. Der Portugiese hatte dies am Sonntag noch bestritten.

Angeblich hat bereits der zahlungskräftige chinesische Erstligist Shanghai SIPG Interesse an Rooney bekundet. Dort ist der ehemalige englische Teammanager Sven-Göran Eriksson als Trainer engagiert. Rooney hatte das 0:4 beim FC Chelsea wegen einer Verletzung verpasst. In den drei vorangegangenen Ligaspielen war er nur Ersatzspieler gewesen. (sid, APA, red, 25.10.2016)

  • 10. September 2016: ManUnited-Manager Jose Mourinho (li) und ManCity-Trainer Pep Guardiola trafen in der vierten Runde der Premier League aufeinander. Das Duell ging mit 2:1 an die Citizens.
    foto: reuters / carl recine livepic

    10. September 2016: ManUnited-Manager Jose Mourinho (li) und ManCity-Trainer Pep Guardiola trafen in der vierten Runde der Premier League aufeinander. Das Duell ging mit 2:1 an die Citizens.

Share if you care.