Griechischen Pensionskassen droht der Zusammenbruch

25. Oktober 2016, 08:53
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Zehntausende Freischaffende und Unternehmen können ihre Pensionsbeiträge nicht mehr zahlen

Athen – Zehntausende Freischaffende und Unternehmen können in Griechenland ihre Pensionsbeiträge nicht mehr zahlen. Die Schulden an die Pensionskassen erreichten im Oktober fast 17 Milliarden Euro. Dies teilte die größte griechische Pensionskasse IKA mit. Der Bericht wurde am Dienstag in der griechischen Presse veröffentlicht.

Die Schulden seien "schwindelerregend", hieß es im griechischen Rundfunk: Demnach schulden knapp 635.000 Griechen den Pensionskassen zwischen 5.000 Euro und 30.000 Euro. Gut 61.000 Freischaffende und Arbeitgeber schulden zwischen 50.000 und 100.000 Euro. Schließlich gibt es etwa 1.120 Zahlungspflichtige – in ihrer Mehrheit Unternehmen –, die den Pensionskassen mehr als eine Million Euro schulden.

Die hohen Defizite der Pensionskassen sind einer der Gründe, die Reformen dringend notwendig machen. Fast jeden Monat muss der Staat einspringen und mit Finanzspritzen den Pensionskassen unter die Arme greifen, damit die Pensionen gezahlt werden können. Zudem wurden zahlreiche Pensionen in den vergangenen sechs Jahren drastisch gekürzt. Solange die griechische Wirtschaft nicht rasch wachse, sei eine Lösung des gewaltigen Problems nicht in Sicht, schrieb die griechische Finanzpresse am Dienstag. (APA, 25.10.2016)

  • Gut 61.000 Freischaffende und Arbeitgeber schulden zwischen 50.000 und 100.000 Euro.
    foto: ap photo/yorgos karahalis

    Gut 61.000 Freischaffende und Arbeitgeber schulden zwischen 50.000 und 100.000 Euro.

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