Kolportiert: Brunhofer in die ORF-Generaldirektion

25. Oktober 2016, 07:41
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Neue Hauptabteilung für Schulung, Organisation und womöglich mehr für Salzburger Landesdirektor

Salzburg/Wien – Was wird eigentlich aus Roland Brunhofer? Er ist nur noch bis Jahresende Salzburger Landesdirektor – weil der Sozialdemokrat aus Oberösterreich nicht mehr zum inzwischen längst wieder bürgerlichen Salzburger Landeshauptmann passt. Das jüngste, recht intensiv hochgekochte Gerücht auf dem Küniglberg: Brunhofer soll eine neue Hauptabteilung in der ORF-Generaldirektion bekommen. Zuständig für Schulung, Organisation – und womöglich noch einiges mehr, sagen manche.

Engerer Kreis

"Man wird bald sehen, dass ich zwei Mitarbeiter aus den Landesstudios in meinen engeren Kreis hole und zwei aus meinem engsten Umfeld in Landesstudios schicke", sagte ORF-Chef Alexander Wrabetz Ende September der Branchenzeitung "medianet", gefragt nach Kritik an politisch erwünschten Ablösen in den ORF-Landesstudios Salzburg und Burgenland.

Das würde durchaus zu einem Wechsel Brunhofers (und womöglich auch von Karlheinz Papst, bisher Burgenland, womöglich als Personalchef) in die Generaldirektion passen. Und Menschen, die Wrabetz und seine Überlegungen gut genug kennen sollten, wirken über die Frage nach Brunhofer in der Generaldirektion nicht sonderlich überrascht.

Kanal-Arbeiten

Heftig kolportiert wird derzeit auf dem Küniglberg aber, dass Brunhofers Hauptabteilung auch für die Channelmanager und ihre Chefredakteure zuständig sein solle – jeder ORF-Kanal soll ja nach Wrabetz' Konzept künftig einen eigenen Senderverantwortlichen und -chefredakteur bekommen. Diese Zuständigkeit für einen neuen Job Brunhofers weisen Menschen, die es wissen sollten, aber recht entschieden zurück.

Begründung: Nach Wrabetz' Überlegungen sollten die Channel Manager dem Board, also der Geschäftsführung berichten. Und auch eine Koordinierungsfunktion eines Hauptabteilungsleiters für die Channel sei nach bisherigem Stand unwahrscheinlich: Am wahrscheinlichsten seien Meinungsunterschiede unter Channel Managern über Programmierungs- und strategische Fragen. Und die wären wohl jedenfalls mit der Fernseh- beziehungsweise Radiodirektorin zu klären. (red, 25.10.2016)

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