Pokémon Go: Verbraucherschützer setzen sich gegen Niantic durch

24. Oktober 2016, 17:56
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Nutzungsbedingungen des Spiels werden nachträglich geändert – Verstoß gegen deutsches Recht

Bei seiner Veröffentlichung hat Pokémon Go einen beispiellosen Hype ausgelöst: Kein Spiel zuvor hatte sich je so schnell verbreitet, an vielerlei Orten waren die Smartphone-Gamer unübersehbar. Mittlerweile hat die anfängliche Begeisterung zwar wieder deutlich abgenommen, für die verbliebenen Spieler gibt es nun aber gute Nachrichten.

Siegreich

Softwarehersteller Niantic will die Nutzungsbedingung von Pokémon Go noch vor Ende des Jahres entschärfen. Konkret geht es dabei um 15 Punkte, an denen sich die deutsche Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gestoßen hat. Darunter eine Passage, in der sich Niantic das Recht zusichern ließ, personenbezogene Daten an Dritte weiterzugeben. Die vbzv betonte bei ihrem Mitte Juli eingelegten Einspruch, dass es sich dabei allesamt um in Deutschland rechtswidrige Regeln handle.

Im Rahmen einer Unterlassungserklärung sichert Niantic nun nicht nur die Änderung all dieser Passagen zu, auch sollen diese Klauseln bis dahin nicht mehr genutzt werden. Ein weiterer beanstandeter Punkte war die Zusicherung, dass Niantic die Nutzungsbedingungen jederzeit ohne Benachrichtigung und nach Belieben ändern darf. Auch dies ist nun Geschichte. (apo, 24.10.2016)

  • Pokémon Go: Künftig mit verbesserten Datenschutzbestimmungen.
    foto: mark kauzlarich / reuters

    Pokémon Go: Künftig mit verbesserten Datenschutzbestimmungen.

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