Neue Exoplaneten um Rote Zwerge entdeckt – Nach Katastrophen wächst das Risiko für Demenz

25. Oktober 2016, 05:30
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Neue Exoplaneten um Rote Zwerge entdeckt

Washington – Nachdem das Nasa-Weltraumteleskop Kepler 2013 nur knapp gerettet werden konnte, musste man auch seine Mission umdefinieren. Kepler sucht im Rahmen der Mission K2 vor allem nach Exoplaneten, die um Sterne kreisen, die kleiner sind als unsere Sonne, und wurde dabei vielfach fündig. Bis jetzt wurden bereits 754 Planetenkandidaten identifiziert.

63 dieser Planeten sind kleiner als Neptun und könnten sogar kleiner als die Erde sein, wie Nature News berichtet. Die neuen Exoplaneten kreisen entsprechend näher um ihr Zentralgestirn und brauchen für eine Umrundung meist nur wenige Wochen, fünf von ihnen befinden sich in der habitablen Zone – bei einer Entfernung von weniger als 30 Lichtjahren.

Link
Nature News: "Kepler finds scores of planets around cool dwarf stars"

Boston – Als der Standard nach dem Unglück von Fukushima ein Interview mit dem Strahlenmediziner Robert Gale brachte, war die Aufregung groß. Der renommierte Experte Gale befürchtete vergleichsweise wenige Opfer durch Verstrahlung, aber große Probleme für ältere Menschen, die evakuiert wurden. Fünf Jahre danach bestätigt eine Studie im Fachblatt "PNAS" diese Vermutung.

Hiroyuki Hikichi (Uni Harvard) untersuchte den Gesundheitsverlauf von 3500 Überlebenden, die über 65 Jahre alt waren, und entdeckte eine starke Zunahme von Demenzfällen. Die Forscher analysierten zudem, womit diese Hirnerkrankungen am ehesten zu tun hatten. Allem Anschein korrelierten sie am stärksten mit Verlusten oder Zerstörungen der eigenen Wohnung; der Tod von Angehörigen fiel dagegen kaum ins Gewicht.

Abstract
PNAS: "Increased risk of dementia in the aftermath of the 2011 Great East Japan Earthquake and Tsunami"

(tasch, 25.10.2016)

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