Beständige CO2-Rekordkonzentration in der Atmosphäre

24. Oktober 2016, 15:28
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Die 2015 erstmals erreichte CO2-Konzentration wird zum weltweiten Durchschnittswert

Genf – Nach Einschätzungen von UN-Experten werden noch viele kommenden Generationen mit einer Rekord-Konzentration des Treibhausgases CO2 zu kämpfen haben. Die 2015 erreichte CO2-Konzentration von 400 ppm (parts per million) in der Erdatmosphäre ist demnach 2016 mehrfach überschritten und inzwischen zum Durchschnittswert für ein gesamtes Jahr geworden.

Das geht aus dem Treibhausgasbericht hervor, den die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Montag in Genf vorstellte. Die Folgen des CO2-Ausstoßes in die Erdatmosphäre seien 2015 sowie in weiten Teilen des Jahres 2016 durch das Klimaphänomen El Niño weiter verstärkt worden. Dadurch verursachte Dürren in tropischen Regionen hätten die Fähigkeit von Wäldern, Pflanzen und Ozeanen zur CO2-Aufnahme verringert.

Anhaltender Rekord

Mit den Beschlüssen der Weltklimakonferenz in Paris habe das Jahr 2015 im Kampf zur Begrenzung der Erderwärmung "eine neue Ära des Optimismus eingeläutet", sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. "Zugleich geht es durch die Feststellung einer neuen Ära des realen Klimawandels mit rekordhohen Treibhausgaskonzentrationen in die Geschichte ein." Nach der Pariser Vereinbarung soll die Erderwärmung klar unter zwei Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzt werden.

Seit der Industrialisierung produziert der Mensch mehr CO2 und andere Treibhausgase, als die Natur aufnehmen kann. CO2 entsteht vor allem bei der Verbrennung fossiler Energieträger wie Öl, Kohle und Gas. Es trägt zu etwa 76 Prozent zum Treibhauseffekt bei.

Am 7. November beginnt in Marrakesch die erste UN-Klimakonferenz nach der Ratifizierung des Pariser Weltklimapakts. Auf EU-Ebene wird dann debattiert, wie die von der Gemeinschaft zugesagte Minderung der Treibhausgase auf die 28 Mitgliedstaaten verteilt wird. (APA, 24.10.2016)

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