Beamter als "Reichsbürger" bei Berliner Polizei entlassen

24. Oktober 2016, 12:33
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Rechtsextreme Gruppe nach Tötung von Beamten im Visier der Behörden

Berlin – Die Polizei in der deutschen Hauptstadt hat einen Beamten wegen seiner Nähe zu den sogenannten Reichsbürgern entlassen. Der Beamte musste die Behörde Anfang dieses Jahres verlassen. Das sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei am Montag. Wie der Fall behördenintern bekannt wurde und in welcher Position der Mann arbeitete, war zunächst unklar. Der "Tagesspiegel" hatte zuerst darüber berichtet.

Ein 49-jähriger "Reichsbürger" hatte am 19. Oktober in Bayern einen Polizisten erschossen und weitere Beamte verletzt. Die Polizei wollte dem Mann seine 31 Waffen abnehmen, weil er bei den Behörden als nicht mehr zuverlässig galt.

Verschwörungstheorien

Seit den 80er-Jahren existieren diverse Gruppen, die Verschwörungstheorien anhängen und davon ausgehen, dass das Deutsche Reich fortbesteht und die Bundesrepublik Deutschland rechtlich gesehen nicht existiert. Etliche Akteure sind in der rechtsextremen Szene aktiv.

Diese Menschen erkennen auch Gerichte oder die Polizei oft nicht an. Gleichzeitig stehen einige von ihnen aber als Beamte sogar in Lohn und Brot beim Staat. So sind im Bundesland Bayern vier Polizisten bei den Reichsbürgern aktiv. Einer wurde deshalb bereits vom Dienst suspendiert. (APA, 24.10.2016)

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