Etat-Wochenschau: Wie viele Oe24tv schauen und wer schwarz sieht

24. Oktober 2016, 08:08
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Schwarz sehen, schwarz gehen – und ein Quäntchen Quote

Wien – Alexander Wrabetz lädt zum Farewell-Cocktail für seinen unterlegenen Generalskonkurrenten Richard Grasl. Die ORF-Sendertochter ORS dreht am Donnerstag um 10 Uhr früh hoch auf dem Kahlenberg das gewohnte Signal für Antennenfernsehen ab. Und Oe24tv ist auch schon wieder ein Monat on air: die Etat-Wochen(vor)schau – soweit abzusehen.

Die Oe24tv-Fernsehquoten

Wie viele Menschen sehen eigentlich Oe24tv, ein Monat nach dem Start am 26. September 2016? Anhaltspunkte für Fernsehhaushalte liefert naturgemäß der Teletest, die große Reichweitenmessung der GfK im Auftrag der Sender. Der Teletest sagt nach STANDARD-Infos: Bis Donnerstag voriger Woche haben 411.000 Menschen zumindest einmal reingeschaut (der sogenannte weiteste Seherkreis). Bisher sollen rund 16 Prozent aller TV-Haushalte das Programm eingestellt und mindestens eine Sekunde genutzt (die sogenannte technische Reichweite.

foto: oe24tv screenshot
Wetterwerte auf oe24tv, nicht Quoten.

Am vorigen Donnerstag zum Beispiel haben 47.000 Zuschauer zumindest eine Minute lang Oe24tv gesehen. Der Tagesmarktanteil lag da bei 0,2 Prozent. Oe24tv hatte seine höchste Reichweite an diesem Donnerstag in den fünf Minuten ab 6 Uhr früh – da schauten im Schnitt 7000 Menschen (gleichzeitig) zu. Das Programm im Hauptabend hatte nach den STANDARD-Infos aus dem Teletest weniger als 0,05 Prozent Marktanteil.

Schwarz sehen

Zu haben ist der Sender aus dem Hause Fellner über Satellit, über Kabel und DVB-T2, das ist der neue technische Standard für den Fernsehempfang über Antenne. Wer noch terrestrisch Fernsehen empfängt und noch nicht auf DVB-T2 umgestiegen ist, der hat diese Woche zu tun.

foto: orf/mohr reinhard
So sah das Knöpfchendrücken vor zehn Jahren aus, als die ORS (die rechte Hand links im Bild: Kommunikationsmanager Michael Weber) in Vorarlberg DVB-T startete.

Am Donnerstag um 10 Uhr werden ein paar Herren auf dem Sender Kahlenberg auf ein Knöpfchen drücken – und dann ist in Ostösterreich Schluss mit dem bisher gewohnten Antennenfernsehen über DVB-T. Im Gegensatz zu den übrigen Bundesländern dreht die ORF-Sendertochter in Wien, Niederösterreich und Burgenland auch ORF 1 und ORF 2 über DVB-T gleich mit ab.

Schwarz gehen

Schon am Montag sieht ORF-Chef Alexander Wrabetz noch einmal Schwarz: Er lädt zum Abschiedsempfang für Richard Grasl, der sich nach gut sechs Jahren als Finanzdirektor des ORF und als Zweitplatzierter bei der Generalswahl im August vorerst vom Küniglberg verabschiedet. Er wird als Konsulent der Mediaprint für Bewegtbild gehandelt.

foto: apa/franz neumayr
Bye-bye Richie am Montag: Wird wohl so ähnlich aussehen, das Bild von Alexander Wrabetz, Fernsehdirektorin Kathrin Zechner und Finanzdirektor Richard Grasl stammt allerdings von den Salzburger Festspielen 2016 und wurde noch vor der Generalswahl am 9. August aufgenommen.

Der vehemente Promotor des Küniglbergs hoch über Wien-Hietzing als zentraler Standort aller ORF-Aktivitäten in der Hauptstadt dürfte sich für den Start in einen neuen Job eine deutlich zentralere Adresse ausgesucht haben. Kolportiert, bisher von Kundigen noch nicht kommentiert wird, Grasl beziehe für's Erste Quartier in der Tuchlauben 8 im ersten Bezirk. In der Daniel Kapp Strategic Consulting & Responsible Communication GmbH. Kapp war Sprecher von Josef Pröll, als der noch Vizekanzler und ÖVP-Chef war. (Harald Fidler, 23.10.2016)

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