Warum die "Argumente" der Ceta-Fans falsch sind

Video23. Oktober 2016, 12:06
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FS Misik enthüllt heute, wer der wahre Gruselclown ist

derstandard.at

Die Ceta-Fans bringen für Freihandelsabkommen nur simple, populistische Argumente vor, ohne sich auch nur ein wenig makroökonomischen Forschungen von Wirtschaftswissenschaftern zu stellen. Aber sogar viele Kritiker von Freihandelsabkommen betonen, nicht gegen Freihandel, sondern nur gegen die Privilegierung großer Konzerne zu sein, da ja "internationaler Handel allen Beteiligten" nütze. Aber ist das wirklich der Fall?

Der Ökonom Robert Brenner jedenfalls legt den Schluss nahe, dass eine Globalisierung, bei der letztlich Volkswirtschaften miteinander Handel treiben, die alle das Gleiche produzieren, keine Effizienzgewinne generieren wird, sondern einem Wettlauf nach unten gleichkommt.

Der Forscher Dani Rodrik wiederum macht eindeutig klar, dass es, selbst wenn es zu Wohlstandsgewinnen kommt, in allen Gesellschaften Gewinner und Verlierer gibt.

Jeffrey Sachs schließlich, der frühere Posterboy der Globalisierung, meint heute, dass man einfach nicht sagen kann, Freihandelsabkommen seien "nützlich" – das hängt nämlich seiner Meinung davon ab, ob sie von einer klugen Fiskalpolitik begleitet würden. Da nicht zu erwarten sei, dass die Staaten eine solche vernünftige Wirtschaftspolitik betreiben werden, lehnt er bis auf weiteres neue Freihandelsabkommen ab.

Und welche Gegenargumente führen nun die Freihandelspropagandisten ins Treffen? (Robert Misik, 23.10.2016)

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