Salzburg gegen St. Pölten und die Krise

21. Oktober 2016, 16:44
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Meister wartet seit fünf Pflichtspielen auf einen Erfolg – Daxbacher sieht Chancen für St. Pölten

St. Pölten/Salzburg – Fußball-Meister Red Bull Salzburg kämpft am Sonntag auswärts gegen den SKN St. Pölten um die Rückkehr auf die Siegerstraße. Seit bereits fünf Pflichtspielen laufen die "Bullen" einem vollen Erfolg nach – diese Wartezeit soll nun gegen den neuntplatzierten Aufsteiger ihr Ende finden.

Von einem Pflichtsieg wollte man im Lager des Tabellendritten trotz bereits neun Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Sturm Graz nicht sprechen. "Aber wir werden alles versuchen, um drei Punkte zu holen", betonte der vor seinem 200. Bundesliga-Match stehende Linksverteidiger Andreas Ulmer.

Immer dieser Druck

Dass von den Salzburgern gegen den Abstiegskandidaten ein Sieg erwartet wird, bereitet Trainer Oscar Garcia kein großes Kopfzerbrechen. "Wir haben immer den Druck und den Anspruch, zu gewinnen. Diesen Druck habe ich von Anfang an gespürt, als ich begonnen habe, Fußball zu spielen", erzählte der Katalane. "Der Druck ist aber auch gut für die Arbeit, weil man dadurch immer fokussiert bleibt und versucht, das Optimale herauszuholen."

Damit dies gegen St. Pölten gelingt, müsse man hochkonzentriert sein. "Die St. Pöltner haben uns schon im Heimspiel (Anm.: 2:0 für Salzburg) Probleme gemacht. Sie sind vor allem mit ihren langen Bällen auf die zwei Stürmer gefährlich", warnte Oscar.

Erkämpfen

Mit dieser Spielweise ergatterten die Niederösterreicher in den vergangenen vier Runden immerhin drei Punkte und vergrößerten den Polster auf Schlusslicht Mattersburg auf zwei Punkte. "Aber beruhigend ist dieser Vorsprung nicht", gab Coach Karl Daxbacher zu.

Eine Überraschung gegen Salzburg könnte den SKN in eine komfortablere Situation bringen. "Die laufende Meisterschaft hat gezeigt, dass so etwas durchaus gelingen kann. Sie schaffen es im Moment nicht, genügend Torchancen herauszuspielen. Es bestehen Möglichkeiten für uns, auch wenn Salzburg der klare Favorit ist", meinte Daxbacher.

Dass die "Bullen" schon Respektabstand zur Tabellenspitze haben, wollte der 63-Jährige nicht überbewerten. "Sie sind noch immer die Mannschaft in Österreich, die jeden Gegner so wie kein anderer unter Druck setzt. Es ist durchaus machbar, dass sie noch den Meistertitel holen." (APA, 21.10.2016)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

SKN St. Pölten – Red Bull Salzburg (St. Pölten, NV-Arena, 14.00 Uhr, SR Schüttengruber). Bisheriges Saisonergebnis: 0:2 (a). Keine Saisonergebnisse 2015/16

St. Pölten: Riegler – Stec, Huber, Petrovic, Pirvulescu – Lumu, Martic, Perchtold, Schütz – Segovia, Keita

Ersatz: Vollnhofer – Dober, Grasegger, Heerings, Mader, Thürauer, Luckassen

Es fehlen: Drazan (im Aufbautraining), Hartl (Knieprobleme)

Salzburg: Walke – Lainer, Miranda, Wisdom, Ulmer – Lazaro, Laimer, Berisha, Rzatkowski – Soriano, Gulbrandsen

Ersatz: C. Stankovic – Stangl, Sörensen, Samasseko, Minamino, Schlager, Dabbur, Hwang

Es fehlen: Schwegler, Prevljak (beide Knieverletzung), Wanderson (Oberschenkelverletzung), Caleta-Car, Radosevic (beide gesperrt), Leitgeb (rekonvaleszent)

Fraglich: Upamecano (Hüftprobleme)

  • Wo geht die Reise hin? Erstmal nach St. Pölten.
    foto: reuters/ebenbichler

    Wo geht die Reise hin? Erstmal nach St. Pölten.

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