Rapid mehrere Wochen ohne Stamm-Innenverteidiger

21. Oktober 2016, 16:04
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Je drei Wochen Trainingspause für Dibon und Schößwendter – Szanto verlängerte Vertrag bis 2021

Wien – Rapid muss wie befürchtet mehrere Wochen ohne Christoph Schößwendter und Christopher Dibon auskommen. Die beiden Stamm-Innenverteidiger zogen sich am Donnerstag beim 1:1 in der Europa League gegen Sassuolo Verletzungen zu. Schößwendter erlitt einen Innenbandeinriss im Sprunggelenk, Dibon einen Muskeleinriss im Gesäßbereich, wie Untersuchungen am Freitag ergaben.

Das Duo muss nun einmal fix drei Wochen mit dem Training aussetzen, Comebacks sind daher frühestens nach der nächsten Länderspielpause möglich. Da steht am 19. November der Schlager der 15. Runde bei Meister Salzburg auf dem Programm, gefolgt von den weiteren Highlights auswärts gegen Genk in der Europa League (24. November) und zu Hause gegen Sturm Graz (27. November).

Baustelle Abwehrzentrum

Rapid muss nun ausgerechnet vor dem Heim-Derby gegen die Austria am Sonntag und in einer schwierigen Situation mit fünf Pflichtspielen ohne Sieg das Abwehrzentrum völlig umbauen. "Es ist schade, weil die Jungs ihre große Bedeutung in den letzten Wochen unter Beweis gestellt haben", sagte Rapid-Coach Mike Büskens. Der schon gegen Sassuolo eingetauschte Maximilian Hofmann rückt fix in die Mannschaft, daneben kämpfen Routinier Mario Sonnleitner und Talent Maximilian Wöber um den zweiten Platz. Büskens ließ keine Präferenz erkennen, sich alles offen. Die beiden haben jedenfalls diese Saison bei den Profis noch keine Pflichtspielminute in den Beinen.

Das ändert sich nun fix in den kommenden fünf Pflichtspielen in denen es neben der Austria auch gegen Blau-Weiß Linz (26. Oktober/Cup-Achtelfinale), Admira Wacker Mödling (29. Oktober), Sassuolo (3. November) und den WAC (6. November) geht. "Es ist bitter, weil wir schon zum fünften oder sechsten Mal heuer einen Innenverteidiger rausnehmen müssen. Wir nehmen die Situation aber so an, wie sie ist", blieb Büskens positiv.

Tamas Szanto verlängert

Abseits der Verletzungsproblematik gab es am Freitag aber auch positive Neuigkeiten. Tamas Szanto verlängerte seinen bis 2019 gültigen Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2021. "Er kommt aus unserem Nachwuchs und hat gezeigt, welch großes Potenzial er hat", sagte Sport-Geschäftsführer Andreas Müller. Erfreut war auch Coach Mike Büskens, der dem 20-jährigen Ungarn diese Saison zum Debüt verholfen hatte. "Er hätte nicht so viele Spiele gemacht, wenn er uns enttäuscht hätte. Seine Entwicklung ist positiv, er hat gezeigt, dass ihm eine große Zukunft gehört", so der Deutsche.

Der ungarische U21-Teamspieler ist diese Saison schon in 13 Pflichtspielen zum Zug gekommen. "Ich fühle mich sehr wohl bei Rapid und kann mich hier super weiterentwickeln. Auch wenn wir im Moment eine schwere Phase haben, zusammen mit unseren Fans stehen wir das durch und werden gestärkt aus diesem Tal hervorgehen", sagte Szanto.

Das Derby werden am Sonntag 26.300 Zuschauer im Allianz Stadion verfolgen, die Arena ist seit längerer Zeit ausverkauft. Unter den Besuchern wird übrigens auch "Il Genio" Dejan Savicevic sein, der zwischen 1999 und 2001 das Rapid-Trikot getragen hatte, noch immer Clubmitglied ist und jetzt als montenegrinischer Verbandspräsident werkt. Außerdem wird Jahrhundert-Rapidler Hans Krankl in seiner Funktion als Sky-Experte erstmals in der neuen Rapid-Arena sein. (APA, 21.10.201&)

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