Post-Chef: Verhandlungen für Aras-Übernahme "extrem schwierig"

21. Oktober 2016, 14:43
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Anteil an Paketdienst soll auf 75 Prozent aufgestockt werden. Pölzl hofft noch auf guten Abschluss: "Aufgeben tut man nur einen Brief"

Wien – Der geplante Erwerb der Mehrheit am türkischen Paketdienstleister Aras Kargo stelle derzeit die größte Herausforderung für die Post dar, sagt Post-Chef Georg Pölzl am Freitag auf der Gewinn-Messe in Wien. "Wir hoffen auf einen guten Abschluss. Das ist wirklich extrem schwierig", so Pölzl.

Die Post will – wie vertraglich vereinbart – ihren Anteil an Aras Kargo von 25 auf 75 Prozent erhöhen, es spießt sich aber am Preis, den Aras-Mehrheitseigentümerin Evrim Aras gerne hätte.

Die Verhandlungen mit der türkischen Eigentümerfamilie verliefen "sehr volatil", je nach Stimmungslage der Familienmitglieder. "Wir verhandeln weiter, wir wollen eine gute Lösung, wir sind daran interessiert", betonte Pölzl. "Aufgeben tut man nur einen Brief", zitierte Pölzl eine alten Postler-Spruch. Er habe sich die Verhandlung "ganz anders vorgestellt". Das habe aber nichts mit anderen Problemen in der Türkei oder zwischen Österreich und der Türkei zu tun.

Die Aufstockung könnte aus dem Cashflow und den liquiden Mitteln gestemmt werden.

Was den weiteren Geschäftsverlauf betrifft, hoffe er für die Anleger auch weiterhin auf eine gute Dividendenrendite. Diese lag per Jahresende 2015 bei über 6 Prozent. Man sei ständig auf der Suche nach neuen Geschäfts- und Akquisitionsmöglichkeiten. Das hätten alle Paketgesellschaften ähnlich vor. Man bleibe da dran. Mit dem Paketgeschäft wolle die Post auch in Zukunft wachsen. (APA, 21.10.2016)

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