Italien reicht Trüffel als immaterielles Unesco-Kulturerbe ein

21. Oktober 2016, 14:25
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Kandidatur bei Kulturministerium in Rom eingebracht – Trüffelproduktion sei reich an kulturellen und gastronomischen Aspekten

Rom – Italien will die Kandidatur von Trüffel für die Aufnahme in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes einreichen. Ein Dossier mit der Kandidatur wurde beim Kulturministerium in Rom eingebracht. Die Trüffelproduktion sei reich an kulturellen und gastronomischen Aspekten, heißt es im Dossier.

Die Kampagne für die Kandidatur der Trüffel führt die piemontesische Stadt Alba. Diese ist für ihre weißen Trüffel bekannt. In Alba findet dieser Tage die internationale Trüffelmesse statt, die Gourmets aus der ganzen Welt lockt. Das Geschäft mit der berauschend duftenden Delikatesse blüht. Im vergangenen Jahr wurde eine weiße Trüffel in Hongkong für 287.000 Euro versteigert.

Wegen ihres einzigartigen Duftes und Geschmacks erzielen Trüffel aus Alba seit Jahren Höchstpreise. Um die seltenen "Diamanten der Küche" zu finden, die bis zu 30 Zentimeter unter der Erde in den Wurzeln von Eichen, Kastanien oder Pappeln gedeihen, werden meistens Trüffelhunde eingesetzt, die die Knollen mit ihren exzellenten Spürnasen erschnüffeln.

Circa 250 Euro kosten 100 Gramm weiße Trüffel, die auch als "teuerste Delikatesse der Welt" bezeichnet wird. Gourmets verspeisen die Delikatesse grammweise, hauchdünn gerieben, in Italien am liebsten über Pasta. "Tuber magnatum pico" heißt der köstliche Pilz bei Experten. Alljährlich wird die kostspielige Spezialität von Oktober bis Dezember in Italien vor allem in den Regionen Umbrien, Toskana und Emilia Romagna gesucht und gefeiert. (APA, 21.10.2016)

  • Im vergangenen Jahr wurde eine weiße Trüffel in Hongkong für 287.000 Euro versteigert (Symbolfoto).
    foto: dpa/dpaweb

    Im vergangenen Jahr wurde eine weiße Trüffel in Hongkong für 287.000 Euro versteigert (Symbolfoto).

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