SAP liebäugelt mit höherer Dividende und Aktienrückkauf

21. Oktober 2016, 13:02
posten

Finanzvorstand: In zweiter Jahreshälfte 2017 "werden wir überschüssiges Cash generieren"

Der deutsche Softwareriese SAP will seine Anteilseigner auch künftig verwöhnen. "Am Anfang kommenden Jahres werden wir vor allem noch Schulden tilgen, aber in der zweiten Jahreshälfte werden wir überschüssiges Cash generieren", sagte Finanzvorstand Luka Mucic am Freitag. "Wir bekennen uns dazu, starke und auch steigende Dividenden zu zahlen."

Wenn nach Investitionen ins laufende Geschäft, kleineren Zukäufen und der Gewinnausschüttung noch genug übrig sein sollte, könnte SAP noch weiter gehen. "Eine Möglichkeit wäre dann ein moderater Aktienrückkauf."

"Ich bin zuversichtlich, aber es wird kein Spaziergang"

SAP hat in der Früh seine Jahresprognose leicht aufgestockt. Neben dem zukunftsträchtigen und stark wachsenden Geschäft mit Cloud-Computing entwickeln sich auch die Einnahmen aus dem herkömmlichen Lizenzgeschäft besser als erwartet. Auch im Schlussquartal könne es in dem Segment noch gut laufen. "Ich bin zuversichtlich, aber es wird kein Spaziergang. Wir hatten im vergangenen Jahr ein sehr starkes Schlussquartal mit den höchsten Lizenzeinnahmen aller Zeiten", sagte Mucic. SAP gewinne derzeit weiter Marktanteile gegenüber seinem wichtigsten Konkurrenten Oracle.

Die Kosten behalte der Konzern im Auge. SAP werde zwar weiterhin neue Mitarbeiter einstellen, allerdings mit dem Schwerpunkt in der Entwicklung. "Die wichtigsten Schritte im Vertrieb sind gemacht", erklärte Mucic. Seit Jahresbeginn hat sein Haus 5.400 neue Mitarbeiter angeworben. "Wir bleiben ein innovatives Unternehmen und werden entsprechend investieren", kündigte er an.

Brexit

Der Brexit belaste SAP bis jetzt nicht. Der Absatz in Großbritannien wachse weiter. Die Abwertung des Pfund habe auf SAP auch wegen Währungsabsicherungen kaum Auswirkungen. (APA, 21.10. 2016)

Link

SAP

  • Artikelbild
    foto: apa
Share if you care.