UN-Kommissar: Aleppo-Luftangriffe sind "Verbrechen historischen Ausmaßes"

21. Oktober 2016, 12:19
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Zaid Raad al-Hussein bezeichnet Bombardements und Belagerung der syrischen Metropole als Kriegsverbrechen

Genf/Damaskus – UN-Menschenrechtskommissar Zaid Raad al-Hussein hat das Bombardement und die Belagerung der syrischen Stadt Aleppo als Kriegsverbrechen gebrandmarkt. Es handle sich "um Verbrechen historischen Ausmaßes", sagte Hussein am Freitag in einer per Video zum UN-Menschenrechtsrat in Genf übertragenen Rede.

"Das kollektive Versagen der internationalen Gemeinschaft dabei, Zivilisten zu schützen und dieses Blutvergießen zu stoppen, sollte jeden Einzelnen von uns bis in die Träume verfolgen", so Hussein. Er forderte die Weltmächte erneut auf, ihre Differenzen zu überwinden und den Aleppo-Einsatz vom Internationalen Strafgerichtshof ahnden zu lassen.

Um die ehemalige Handelsmetropole im Norden Syriens wird seit Monaten besonders heftig gekämpft, die Situation der Bevölkerung ist katastrophal. Neben der syrischen Regierung wird auch deren Verbündeter Russland für Luftangriffe dort verantwortlich gemacht. (APA, 21.10.2016)

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