"Berliner Zeitung" und Boulevardblatt sollen sich Redaktion teilen

21. Oktober 2016, 09:18
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Laut "Zeit" steht der deutschen Tageszeitung ein radikaler Umbau bevor, mehr als ein Drittel der Jobs soll abgebaut werden

Berlin – Die "Berliner Zeitung" steht offenbar vor einer massiven Umstrukturierung. Die "Zeit" berichtet, der Eigentümerverlag DuMont Schauberg plane nicht nur einen Umzug in ein kleineres Gebäude für die "Berliner Zeitung", sondern auch eine komplette Neuorganisation der Redaktion – inklusive drastischem Stellenabbau und Fusion mit dem Boulevardblatt "Berliner Kurier" in einem gemeinsamen Newsroom. Die "Berliner Zeitung" gilt als seriöses Lokalblatt und kämpft seit Jahren mit sinkenden Auflagen.

Laut unbestätigten Informationen der "Zeit" soll DuMont Schauberg außerdem eine Reihe von Tricks, um gesetzliche Regelungen so zu umgehen, dass der Verlag ältere Mitarbeiter und Eltern vor jungen, ledigen Angestellten kündigen kann.

So sollen die Mitarbeiter vor der Kündigung in neu geschaffene Unternehmen mit neuen Job-Descriptions verlagert werden. Einen Bericht des deutschen Branchenmagazins "Horizont", wonach ein Drittel der Stellen bei der "Berliner Zeitung" abgebaut werden sollen, bezeichnet eine eingeweihte Person aus dem Unternehmen laut "Zeit als "zurückhaltende Annahme".

Die Veränderungen sollen den Mitarbeitern der Zeitung am 26. und 27. Oktober verkündet werden. (red, 21.10.2016)

Hinweis

In einer früheren Version des Artikels wurde die "Berliner Zeitung" mit "BZ" abgekürzt, was Verwechslungen mit der Boulevardzeitung "B.Z." nahelegte.

  • Die Redaktion der seriösen "Berliner Zeitung" soll mit jener des Boulevardblatts "Berliner Kurier" fusionieren.
    foto: epa/arno burgi

    Die Redaktion der seriösen "Berliner Zeitung" soll mit jener des Boulevardblatts "Berliner Kurier" fusionieren.

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