Brio will in Österreich weiter wachsen

20. Oktober 2016, 12:59
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Ravensburger-Geschäftsführer Otten sieht eine "Rückbesinnung auf Nicht-Digitales", Wachstumspotenzial berge die USA

Wien – Der Holzeisenbahnhersteller Brio will in Österreich weiter wachsen. Es sei eine Rückbesinnung auf nicht-digitale Spielzeuge zu beobachten, sagte der Geschäftsführer der Brio-Muttergesellschaft Ravensburger, Hermann Otten, in einem Pressegespräch am Donnerstag in Wien. Für die Zukunft sieht Otten vor allem am amerikanischen Markt noch Wachstumspotenzial.

In Österreich wolle man die Synergieeffekte des Ravensburgerkonzerns nützen um mit Brio weiter zu wachsen, sagte Otten. Im Moment erzielt Brio weltweit 46,5 Mio. Euro Umsatz, davon etwa 11 Mio. in Deutschland. In Österreich wird Brio-Spielzeug seit Jänner 2016 von der Ravensburger Ges.m.b.H. vertrieben. Zwei Drittel der Menschen in der DACH-Region würden die Marke Brio kennen, diese Markenbekanntheit wolle man sich zunutze machen, so Otten. Zurzeit vertreiben 160 Handelshäuser Brio-Produkte in Österreich.

Seit 2016 gibt es auch die Brio-World-App, damit ist die Firma auch auf dem digitalen Markt vertreten. Kernbereich bleibe aber der traditionelle Markt, denn haptische Dinge hätten nach wie vor Stellenwert, so Otten. An die weitgehende Digitalisierung in der Spielzeugbranche, wie etwa im Bankensektor, glaubt Otten nicht.

Brio setzt in schwedischer Tradition auf geschlechtsneutrales Spielen und trägt somit dem Zeitgeist Rechnung.

In Zukunft wolle man vor allem in den USA wachsen, dafür wurden 2013 Anteile des amerikanischen Spielzeugherstellers Wonder Forge erworben. Ravensburger erzielte 2015 einen Umsatz von 444 Mio. Euro und hat weltweit 2.000 Beschäftigte. (APA, 20.10.2016)

  • Ravensburger sieht sich auf Spur.
    foto: apa/karl-josef hildenbrand

    Ravensburger sieht sich auf Spur.

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