Tourismus im Ötztal: James Bond lässt Sölden nicht mehr los

20. Oktober 2016, 14:00
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Der Kinoheld zieht Scharen von Touristen in das Tiroler Ötztal. Dieses Wochenende dominiert der Weltcup. Gut 30.000 Besucher werden erwartet

Sölden/Wien – Das Tiroler Ötztal, mit knapp 3,9 Millionen Nächtigungen im Jahr eine der tourismusintensivsten Destinationen Österreichs, hat mit dem James-Bond-Film "Spectre" einen zusätzlichen Schub erfahren. Seit der Blockbuster im Sommer 2015 seine Weltpremiere feierte, sind Tausende auf den Spuren des Geheimagenten 007 unterwegs zu den Originalschauplätzen des Films.

Insbesondere der Ice Q auf dem Gipfel des Gaislachkogels sei "ein Magnet", sagen die Tourismusverantwortlichen in Sölden. Das positive Echo auf die spektakuläre Architektur des Gourmetrestauants am Berg habe man zum Anlass genommen, etwas ähnlich Spektakuläres anzugehen: die neue Giggijochbahn, die am 26. November in Betrieb geht.

Zehnergondel von Doppelmayr

Die von Doppelmayr errichtete Zehner-Gondelbahn, in die die Bergbahnen Sölden rund 30 Millionen Euro investiert haben, soll die Skifahrer schneller, komfortabler und mit mehr Laufruhe von der Talstation in Sölden auf das Giggijoch in 2.283 Meter Höhe befördern. Dabei stellt die neue Bahn einen Weltrekord auf. Mit 4.500 Personen besitzt sie die höchste Beförderungskapazität pro Stunde, knapp 2.000 mehr als die alte Bahn. Diese wurde ab- und in Hochötz wiederaufgebaut. Die folienbespannte Stahlkonstruktion der neuen Bahn nimmt Anleihen an der Gaislachkogelbahn, in der auch schon Daniel Craig als Bond-Darsteller unterwegs war.

Tageskarte kostet 52 Euro

Diese Wochenende glaubt man einen anderen Rekord brechen zu können: Gut 30.000 Besucher werden beim Kriterium des ersten Schnees, dem Weltcup-Auftakt auf dem Rettenbachferner hoch über Sölden, erwartet. Erfahrungsgemäß dominieren an den beiden Renntagen Besucher aus Österreich mit Einsprengseln von deutschen, italienischen und Schweizer Fans. In der Gesamtsaison stammen 50 Prozent der Gäste im Tal aus Deutschland, der Rest verteilt sich auf Benelux, Polen, Tschechien und – zuletzt stark rückläufig – Russland. Von den knapp 3,9 Millionen Nächtigungen im Ötztal entfielen 2015 rund 1,6 Millionen auf den Hauptort Sölden. Für die Tageskarte verlangen die Bergbahnen Sölden heuer 52 Euro in der Hauptsaison. (Günther Strobl, 20.10.2016)

  • Ein Rendering der Talstation der neuen Zehnergondel auf das Giggijoch in Sölden: Rund 4.500 Personen können damit pro Stunde transportiert werden – Weltrekord.
    foto: ho

    Ein Rendering der Talstation der neuen Zehnergondel auf das Giggijoch in Sölden: Rund 4.500 Personen können damit pro Stunde transportiert werden – Weltrekord.

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