Deutsche Unternehmen verlieren Optimismus

20. Oktober 2016, 10:58
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Nur noch 22 Prozent erwarteten eine bessere Geschäftslage, im Frühjahr waren es noch 25 Prozent

Berlin – Die deutsche Wirtschaft blickt wegen steigender Rohstoffpreise und der lahmenden Weltkonjunktur weniger optimistisch in die Zukunft. Nur noch 22 Prozent erwarteten eine bessere Geschäftslage, geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter rund 27.000 Unternehmen hervor.

Im Frühjahr waren es noch 25 Prozent. "Die Zuversicht lässt in allen Wirtschaftszweigen nach", erklärte der DIHK. Ein Grund dafür seien zum einen steigende Preise für Öl sowie für Industrie- und Agrarrohstoffe.

Zum anderen drosselten die Unternehmen ihre Exporterwartungen erneut. "Das schwache Wachstum in vielen Regionen der Welt und politische Krisen belasten die Aussichten der Exporteure weiterhin", hieß es dazu. "Weltweit fehlen Investitionen – das trifft gerade die deutsche Exportwirtschaft." Zusätzlich schränkten protektionistische Maßnahmen den Warenverkehr ein. "Auch der Brexit ist ein Risiko für den deutschen Außenhandel", betonte der Verband.

Der DIHK rechnet deshalb im kommenden Jahr nur noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 1,2 Prozent. Er ist damit pessimistischer als die deutsche Bundesregierung, die von 1,4 Prozent ausgeht. Für das zu Ende gehende Jahr erhöhte der Verband seine Prognose von 1,5 auf 1,9 Prozent. (APA/Reuters, 20.10.2016)

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