EU verbietet in Spanien Lokale mit Namen "Mafia"

20. Oktober 2016, 10:53
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Italien setzte sich bei der EU-Kommission mit seinem Einspruch durch

Rom – Die EU verbietet einer spanischen Restaurantkette, Lokale mit dem Namen "Mafia" zu betreiben. Der Beschluss wurde auf Druck Italiens gefasst. Das für Markenschutz zuständige EU-Büro nahm den Rekurs Italiens gegen eine im spanischen Saragossa etablierten Restaurantkette an, die im ganzen Land 38 Lokale mit dem Namen "Mafia" eröffnet hat und demnächst drei weitere plant.

In der Restaurantkette werden Menüs angeboten, deren Namen durch die sizilianische Cosa Nostra inspiriert wurden. An den Wänden hängen Bilder von Mafia-Bossen wie Vito Corleone und Lucky Luciano. "Die Verbindung mit der Mafia beeinträchtigt das positive Ansehen der italienischen Gastronomie", begründeten die Brüsseler Experten ihren Beschluss. "Mafiöse Organisationen sind eine klare Bedrohung für die ganze EU, weil sie nicht nur in Italien, sondern auch in anderen EU-Mitgliedsstaaten präsent sind, darunter Spanien."

"Brüssel hat begriffen, dass es im Einsatz gegen die Mafia keine Toleranz geben kann. Man kann die Mafia nicht verharmlosen", sagte die Präsidentin der Anti-Mafia-Kommission im italienischen Parlament, Rosy Bindi, der Tageszeitung "La Repubblica" am Donnerstag. Die spanische Restaurantkette, die über 400 Personen beschäftigt, wies die Vorwürfe zurück und will Einspruch gegen den Beschluss einlegen. "La Mafia crea empleo" (Die Mafia schafft Arbeit) ist einer der Werbeslogans der Restaurantkette. (APA, 20.10.2016)

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