Deutscher Polizist nach Schüssen von rechtem "Reichsbürger" gestorben

20. Oktober 2016, 08:21
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Der Beamte der Spezialeinsatzkräfte Nordbayern erlag seinen Schussverletzungen vom Mittwoch

Nürnberg – Nach den Schüssen eines "Reichsbürgers" bei einer Razzia in Georgensgmünd in Bayern ist einer der verletzten Polizisten gestorben. "Er ist jetzt tatsächlich verstorben", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken Donnerstagfrüh.

"Das Polizeipräsidium Mittelfranken bedauert, mitteilen zu müssen, dass der lebensgefährlich verletzte Beamte der Spezialeinsatzkräfte Nordbayern in den frühen Morgenstunden in einer Klinik infolge seiner schweren Schussverletzungen verstorben ist", hieß es in einer Mitteilung. Am Mittwochabend hatte die Polizei den Tod des Beamten zunächst noch fälschlicherweise vermeldet.

Drei weitere Polizisten verletzt

Der 32 Jahre alte Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) war am Mittwochmorgen von dem 49-Jährigen angeschossen worden. Ein weiterer Beamter wurde bei dem Einsatz schwer und zwei Polizisten leicht verletzt. Der Täter konnte leicht verletzt festgenommen werden. Er soll am Donnerstag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Der mutmaßliche Täter ist Jäger, er besitzt 31 Lang- und Kurzwaffen. Von den Behörden wurde er als nicht mehr zuverlässig eingestuft, weshalb ihm seine Waffen entzogen werden sollten. Zuvor hatten die Behörden seinen Jagdschein und seine Waffenbesitzkarte für ungültig erklärt.

"Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht an. Stattdessen behaupten sie, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort. Sie sprechen dem Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide. Etliche Akteure sind nach Einschätzung von Verfassungsschützern auch in der rechtsextremen Szene aktiv. (APA, 20.10.2016)

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