Indonesien bezahlt Bürger fürs Rattenfangen

20. Oktober 2016, 07:56
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Der Inselstaat kämpft gegen eine Unzahl von Ratten, setzt eine Prämie von 1,40 Euro pro Exemplar aus – und warnt vor Missbrach

Jakarta – In der indonesischen Hauptstadt Jakarta gibt es zu viele Ratten: Die Behörden wollen deshalb die Einwohner der Millionenstadt fürs Rattenfangen bezahlen. Umgerechnet 1,40 Euro sei den Behörden jede gefangene Ratte wert, sagte der stellvertretende Gouverneur von Jakarta, Djarot Syaiful Hidayat, wie das Nachrichtenportal Kompas am Mittwoch berichtete.

"Sammeln Sie die Ratten, zählen Sie sie ab und wir werden bezahlen", sagte Djarot demnach. Ratten in den dicht besiedelten Wohngebieten könnten Krankheiten übertragen, fügte er hinzu.

Die Aktion findet nicht nur Unterstützer – auf Twitter warnten User vor Missbrauch: "Die Leute werden Ratten züchten, genau wie damals in Hanoi." Die französischen Kolonialherren hatten um 1900 in der vietnamesischen Stadt Hanoi eine Belohnung für jeden abgegebenen Schwanz einer gefangenen Ratte ausgesetzt – und die Menschen begannen, Ratten zu züchten, um an die Prämien zu gelangen. (APA, 20.10.2016)

  • Jakarta will etwas gegen die Plage tun und setzt ein Kopfgeld für jedes gefangene Rattentier aus.
    foto: apa/arno burgi

    Jakarta will etwas gegen die Plage tun und setzt ein Kopfgeld für jedes gefangene Rattentier aus.

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