US-Wirtschaft wächst weiter mäßig bis moderat

20. Oktober 2016, 06:56
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Inflation geht Richtung zwei Prozent

Washington – Nach Einschätzung der US-Notenbank Fed hat sich an der konjunkturellen Entwicklung in den USA zuletzt wenig verändert. Nach Einschätzung der meisten Fed-Distrikte sei die größte Volkswirtschaft der Welt bei einer weiter gedämpften Preisentwicklung nach wie vor mäßig bis moderat gewachsen, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht "Beige Book".

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt sorge dafür, dass sich die Inflation wieder dem von der Notenbank anvisierten Ziel von zwei Prozent nähere.

Währungshüter signalisieren Zinserhöhung

Aus der Führungsebene der US-Notenbank mehren sich unterdessen die Signale für eine baldige Erhöhung der Leitzinsen. Der Chef des Fed-Ablegers in New York, William Dudley, ließ keinen Zweifel daran, dass wohl nur noch ein Konjunktureinbruch die Pläne für eine geldpolitische Straffung durchkreuzen könnte.

"Falls die Wirtschaft auf dem jetzigen Kurs bleibt, dürfte es im Jahresverlauf eine Zinserhöhung geben", sagte er am Mittwoch. Dudley gilt als Vertrauter von Fed-Chefin Janet Yellen, die ebenfalls einen geldpolitischen Schritt nach oben bei guter Konjunkturentwicklung in Aussicht gestellt hat.

Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld liegt seit Dezember 2015 in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent. Viele Händler erwarten, dass die Fed im Dezember die Zinszügel anziehen wird. Eine Erhöhung Anfang des kommenden Monats und damit wenige Tage vor der Präsidentenwahl am 8. November gilt als unwahrscheinlich. Die Zentralbank, die Vollbeschäftigung und stabile Preise fördern soll, blickt insbesondere auf den Jobmarkt und die Inflationsrate. Während sie am Arbeitsmarkt ihr Ziel weitgehend erreicht hat, blieb der Preisauftrieb zuletzt noch unter der von der Fed angestrebten Marke von zwei Prozent. (APA, 20.20.2016)

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