Panikmache: Facebook soll alle Fotos auf "öffentlich" stellen

22. Oktober 2016, 16:40
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Wieder einmal sorgt eine Falschmeldung für Aufregung in sozialen Medien

Morgen soll es so weit sein: "Alles was du jemals veröffentlicht hast, wird von morgen an die Öffentlichkeit", heißt es in holprigem Deutsch. Also: Alle Nachrichten, die gelöscht wurden und auch alle Fotos, die der Nutzer je gespeichert hat, sollen morgen – ein genaues Datum fehlt – von Facebook für alle sichtbar veröffentlicht werden. Das ergebe sich aus einer Änderung in den Facebook-AGB, warnt ein oft verbreiteter Beitrag.

Keine Änderung nötig

Das ist allerdings Blödsinn: Facebook plant momentan keine Änderung bei seinen Geschäftsbedingungen. Das müsste Facebook wohl auch gar nicht, da Nutzer dem Onlinekonzern schon jetzt zugestehen, ihre Bilder frei zu verwenden. Allerdings heißt es auch, dass die Nutzung "mit spezifischen ausgewählten Privatsphäre- und Anwendungseinstellungen" einherginge, die allerdings von Facebook jederzeit geändert werden können.

Angst vor Öffentlichkeit

Die Nachricht, dass Facebook die Privatsphäre-Einstellung komplett fallen lässt und alles öffentlich einsehbar macht, entbehrt laut Guardian "jeglichen Grundlagen". Allerdings sollten sich Nutzer, die die Nachricht verbreitet haben, überlegen, warum sie den Text für authentisch gehalten haben, so der Guardian weiter. Denn Fakt ist, dass Facebook weitreichende Analysen von gesammelten Daten zugestanden werden. Wer also Angst hat, dass die eigenen Daten in die falschen Finger geraten, sollte wohl von zu viel privaten Daten auf Facebook Abstand halten. (red, 22.10.2016)

  • Die rapide Verbreitung von "AGB-Widerspruchs"-Beiträgen zeigen, wie unwohl sich viele Nutzer mit der Idee des Datensammelns durch Facebook fühlen
    foto: apa/afp/tallis

    Die rapide Verbreitung von "AGB-Widerspruchs"-Beiträgen zeigen, wie unwohl sich viele Nutzer mit der Idee des Datensammelns durch Facebook fühlen

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