BASF-Unglück: Eine Person weiterhin vermisst

19. Oktober 2016, 08:38
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Suche konnte wegen weiter bestehender Gefahrensituation immer noch nicht starten

München – Zwei Tage nach der Explosion bei BASF gibt es noch einen Vermissten. Der Mann wird im Hafenbecken vermutet, die Taucher haben aufgrund der Gefahrensituation aber am Dienstag nicht mehr nach ihm suchen können, wie eine Firmensprecherin am Mittwoch sagte. Es sei wegen der Lage an der Unglücksstelle weiter offen, ob die Rettungskräfte heute im Wasser die Suche beginnen könnten.

Bei der Explosion im Ludwigshafener Landeshafen waren am Montag zwei Betriebsfeuerwehrleute ums Leben gekommen. Acht Menschen wurden schwer verletzt, 17 weitere leicht.

Produktion erheblich gedrosselt

Während der Arbeiten an einer Rohrleitung war es zu einem Brand und später zu Explosionen von brennbaren Flüssiggasen gekommen. Die Produktion am BASF-Hauptstandort ist seither erheblich gedrosselt.

BASF verteidigte, dass Vorstandschef Kurt Bock sich bisher nicht in der Öffentlichkeit zu dem Unglück geäußert habe. Während der zwei Pressekonferenzen am Dienstag sei er im "Leitungsausschuss Gefahrenabwehr" gewesen, sagte die Sprecherin. Die Bewältigung der Schadenslage habe für ihn oberste Priorität gehabt. Vor den Kameras hatte sich Personalchefin Margret Suckale und Standortleiter Uwe Liebelt geäußert. Das habe der Rollenaufteilung im Management entsprochen, sagte die Sprecherin. (Reuters, 19.10.2016)

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