Deutschland will Entwicklungshilfe um 500 Millionen Euro erhöhen

19. Oktober 2016, 07:43
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Regierungskoalition einigt sich auf Aufstockung der Hilfe in Flüchtlingskrise

Berlin – Die deutsche Bundesregierung stockt die Not- und Entwicklungshilfe im laufenden Jahr um 500 Millionen Euro auf. Die Koalition habe sich darauf geeinigt, die Mittel des Außenministeriums um 150 Millionen Euro und des Entwicklungsministeriums um 350 Millionen Euro aufzustocken, um dem erhöhten Bedarf in der Flüchtlingskrise begegnen zu können, berichteten die Zeitungen der Funke-Gruppe am Mittwoch.

Noch in dieser Woche wolle der Haushaltsausschuss im Bundestag entsprechende Beschlussvorlagen genehmigen und die Mittel freigeben, hieß es unter Berufung auf Budgetpolitiker der Koalitionsparteien.

Bekämpfung der Fluchtursachen

Das Entwicklungsministerium unter Gerd Müller (CSU) hatte demnach ursprünglich 481 Millionen Euro zusätzlich gefordert, um auch bestehende Projekte zur Bekämpfung der Fluchtursachen etwa in Afrika weiter finanzieren zu können.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte jüngst auf ihrer Afrikareise die Notwendigkeit hervorgehoben, mehr für die Entwicklung des Kontinents zu tun, um zu verhindern, dass die Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben nach Europa kommen. Deutschland und die EU sehen sich infolge des Bürgerkriegs in Syrien mit der größten Flüchtlingskatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert. (APA, 19.10.2016)

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