Mitglied des saudischen Königshauses wegen Mordes hingerichtet

    19. Oktober 2016, 15:57
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    Prinz Turki bin Saud wurde wegen der Ermordung eines Landsmanns verurteilt

    Riad – In Saudi-Arabien ist ein Mitglied des Königshauses wegen Mordes hingerichtet worden. Die Todesstrafe für Prinz Turki bin Saud bin Turki bin Saud al-Kabir sei am Dienstag in der Hauptstadt Riad vollstreckt worden, zitierte die Nachrichtenagentur Spa aus einer Mitteilung des Innenministeriums.

    Hinrichtungen sind im erzkonservativen Saudi-Arabien beinahe an der Tagesordnung, die Exekution eines Mitglieds der Herrscherfamilie Saud ist hingegen eine Seltenheit.

    Landsmann erschossen

    Dem Prinzen war zur Last gelegt worden, unter Alkoholeinfluss bei einer Massenschlägerei in Thumama, einem Vorort Riads, seinen Landsmann Adel bin Suleiman bin Abdul Karim Mohaimeed erschossen zu haben. Die Familie des Getöteten hatte die Annahme einer Entschädigungszahlung ("Blutgeld") verweigert.

    Die Hinrichtung war die 134. in Saudi-Arabien seit Jahresbeginn. Amnesty International hat in den vergangenen Monaten wiederholt kritisiert, dass die Hinrichtungen in dem Land zunehmen. Häufigste Hinrichtungsmethode in Saudi-Arabien ist das Köpfen mit einem Säbel. Außer Mord und Terrorvergehen werden auch Vergewaltigung, bewaffneter Raub und Drogenhandel mit dem Tod bestraft. (red, APA, 18.10.2016)

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      Es kommt äußerst selten vor, dass Mitglieder der saudischen Königsfamilie hingerichtet werden.

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