Science Busters erforschen in neuer Besetzung kaltes Bier

18. Oktober 2016, 18:19
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Geglückte Premiere des neuen Programms "Bierstern, ich dich grüße" mit alter Erfolgsmasche und zwei neuen Protagonisten

Wien – 2015 war das Jahr der Änderungen bei den Science Busters, der höchst erfolgreichen Wissenschaftskabarettgruppe: Physiker Heinz Oberhummer starb im November überraschend, und Werner Gruber zog sich auch aus gesundheitlichen Gründen auf seine Tätigkeit als mehrfacher Volkshochschulsternwartechef zurück.

Blieb Moderator Martin Puntigam, der zwei würdige Nachfolger fand: Astronom und Science-Blogger Florian Freistetter sowie Helmut Jungwirth, habilitierter Molekularbiologe an der Uni Graz. Der bekleidet dort seit wenigen Tagen auch die erste österreichische Professur für Wissenschaftskommunikation – und war die Entdeckung bei der Premiere des neuen Programms "Bierstern, ich dich grüße" (sic!) am Montag in Wien.

Starkes Bier aus eiskalten Flaschen

An den bewährten Inhalten und der Form hat sich trotz neuer Besetzung wenig geändert, was Martin Puntigam vermutlich zu einem "Altes Bier von neuen Flaschen" verkalauert hätte: Thematisch geht es im neuen Programm um das beliebte Hopfenkaltgetränk, das zu mehr oder weniger erhellenden Exkursen in die Astronomie, Geschichte und Molekularbiologie Anlass gibt, gewürzt mit einigen anschaulichen Experimenten und den üblichen prä- bis postpubertären Späßen.

Das trotz anfänglicher Längen geneigte Publikum nahm aber auch praktisches Wissen mit nach Hause: Man erfuhr, wie man Laugengebäck (nicht) herstellt, wie Bier am schnellsten kühlt, dass man von den 0,5 Prozent in Alkoholfreiem sicher nie betrunken wird oder dass sich aus gefrorenem Bier leicht hochprozentiges ("Eisbock") herstellen lässt.

Und da Jungwirth in der ersten Hälfte seine Handschuhe vergessen hatte, weiß nun auch jeder Premierenbesucher fürs Leben, dass man mit Trockeneis eher nicht mit bloßen Händen hantieren soll. (tasch, 18.10.2016)

  • Ur-Buster Martin Puntigam (r.) mit Neuling Helmut Jungwirth (m.), erster österreichischer Professor für Wissenschaftskommunikation, und Wisenschaftsblogger Florian Freistetter (l.).
    georg fuderer

    Ur-Buster Martin Puntigam (r.) mit Neuling Helmut Jungwirth (m.), erster österreichischer Professor für Wissenschaftskommunikation, und Wisenschaftsblogger Florian Freistetter (l.).

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