Promotion - entgeltliche Einschaltung

Brustkrebs-Früherkennung versus Brustkrebsvorsorge

18. Oktober 2016, 17:16

"Die Brustkrebs-Früherkennung in Österreich wird alle 2 Jahre für Frauen ab 40 angeboten. Wir sprechen von Brustkrebs-Früherkennung und nicht von -Vorsorge, weil durch die Früherkennungsmammografie alle 2 Jahre Brustkrebs nicht verhindert, sehr wohl aber früh erkannt werden kann", erklärt Dr.in Marianne Bernhart, die programmverantwortliche Medizinerin des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms.

"Früherkennung ist das eine, Vorbeugung das andere. Natürlich kann und soll jede Frau auch vorsorgen, indem sie auf sich und ihren Körper achtet, sich regelmäßig bewegt und sich gesund ernährt." Doch inwiefern können Bewegung und Ernährung vor Brustkrebs schützen? Wie oft und wie viel soll man sich bewegen und gibt es Empfehlungen für bestimmte Lebensmittel, um sein persönliches Brustkrebs-Risiko zu senken?

Schützen Ernährung und Bewegung vor Brustkrebs?

Diese Frage kann wie so oft, wenn man sich klare Richtlinien wünscht, nicht eindeutig beantwortet werden. Sicher scheint zu sein, dass Bewegungsmangel und Übergewicht einen ungünstigen Einfluss auf das Brustkrebs-Risiko haben, was damit zusammenhängt, dass beide Faktoren den Energiehaushalt beeinflussen. Dies bedeutet im Umkehrschluss allerdings nur zum Teil, dass regelmäßige Bewegung und die richtige Ernährung dazu beitragen, das persönliche Brustkrebs-Risiko zu senken.

Bewegung: Sport oder Bewegung im Alltag einbauen?

Immer mehr Studien zeigen, dass regelmäßige Bewegung besonders in den Wechseljahren einen schützenden Effekt auf die Entstehung von Brustkrebs hat. Fachleute empfehlen keine konkreten Sportarten zur Krebsvorbeugung. Auch gehen die Meinungen darüber auseinander, wieviel Bewegung zur Brustkrebs-Vorbeugung notwendig ist. So empfiehlt die WHO mindestens zweieinhalb Stunden gemäßigte oder etwas mehr als eine Stunde anstrengender körperlicher Aktivität pro Woche. Im Europäischen Kodex gegen Krebs von 2014 raten Fachleute zu mindestens 150 Minuten moderater Bewegung oder 75 Minuten anstrengendem Sport pro Woche. Im aktuellen Bericht des "World Cancer Research Funds" (WCRF) gehen Fachleute von mindestens einer halben Stunde gemäßigter Aktivität jeden Tag aus. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel zügiges Gehen. Dieses Training sollte man langsam auf 60 Minuten moderate oder 30 Minuten anstrengende Aktivität pro Tag steigern.

Welche Formen der Bewegung besonders geeignet sind, um Krebs vorzubeugen, müssen Krebsforscher jedoch noch herausfinden. Die aktuellen Empfehlungen machen keinen Unterschied zwischen Sport im engeren Sinn und Bewegung im Alltag. Dass Sport oft im Vordergrund der wissenschaftlichen Diskussion steht, hat einen einfachen Grund: Training unter wissenschaftlichen Bedingungen ist leichter zu erfassen als Aktivität im Beruf, beim Einkaufen, bei Hausarbeit oder anderen alltäglichen Tätigkeiten.

Ernährung und Brustkrebs

Der Zusammenhang zwischen Ernährung und dem Risiko an Brustkrebs zu erkranken scheint hingegen weniger eindeutig belegt zu sein. Klar ist, dass nicht nur WAS man isst eine Rolle spielt, sondern vor allem das "WIE VIEL". Denn wie beim Thema Bewegung geht es auch beim Thema Ernährung um die Energiebilanz und letztendlich um das Körpergewicht. Folgende Empfehlungen zur Krebsvorbeugung stammen aus dem Europäischen Kodex gegen Krebs von 2014 und betreffen auch Brustkrebs:

  • Empfehlenswert ist eine Ernährung reich an Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst. Energiedichte Lebensmittel, zuckerhaltige Getränke, rotes Fleisch und salzhaltige Speisen sollten Sie nur in Maßen zu sich nehmen – und auf gepökeltes Fleisch möglichst ganz verzichten. (Regel 5)

  • Wenn Sie Alkohol trinken – ob Bier, Wein oder Spirituosen – dann begrenzen Sie den Konsum. Keinen Alkohol zu trinken ist am besten, um Krebs vorzubeugen.

Keine dieser Maßnahmen bietet natürlich 100-prozentigen Schutz vor Brustkrebs, aber sie tragen dazu bei, das Risiko zu senken.

Gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung senken zudem ganz nebenbei noch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und steigern das Wohlbefinden wesentlich. Dies ist vielleicht die einzig wahre Motivation für jene, die Wert auf regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung legen.



Weitere Informationen:

www.frueh-erkennen.at
Serviceline 0800 500 181
Mo bis Fr 08:00 bis 18:00 Uhr
kostenfrei aus ganz Österreich

  • Dr.in Marianne Bernhart, die programmverantwortliche Medizinerin des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms
    foto: bkfp/tanzer

    Dr.in Marianne Bernhart, die programmverantwortliche Medizinerin des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms

  • Artikelbild
    foto: bkfp/unkart
Share if you care.