Künftig keine Hotdogs mehr in Malaysia: Hund gilt als unrein

18. Oktober 2016, 15:30
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Islamisch korrekt hergestellte Würstel müssen umbenannt werden

Kuala Lumpur – Imbissketten in Malaysia müssen ihre Hotdogs umbenennen, wollen sie das Gütezeichen für eine islamisch korrekte Herstellung beibehalten. Die neue Anweisung betrifft nach Behördenangaben auch andere Lebensmittel, in denen der Begriff "dog" (Hund) auftaucht.

"Im Islam gilt ein Hund als unrein, deshalb darf sein Name nicht mit Produkten in Verbindung stehen, die halal (nach dem islamischen Recht zulässig) sind." Das sagte Sirajuddin Suhaimee vom Ministerium für Islamische Entwicklung am Dienstag.

Nach seinen Angaben wurde seine Abteilung nach mehreren Beschwerden muslimischer Touristen aus dem Ausland aktiv. Die neue Anordnung trifft unzählige Straßenverkäufer von Hotdogs ebenso wie ausländische Ketten. Sie sollen nach und nach kontrolliert werden, wenn sie ihre zweijährige Halal-Zulassung erneuern müssen, sagte Sirajuddin. Er regte an, die Hotdogs einfach Würstel zu nennen.

Im Internet sorgte die neue Anordnung für einigen Spott. Der südostasiatische Staat stand lange Zeit für einen moderaten Islam, inzwischen aber ist auch dort eine konservativere Form auf dem Vormarsch. (APA, AFP, 18.10.2016)

  • Hotdogs sollen in Malaysia in Zukunft einfach nur Würstel heißen.
    foto: apa/epa/andrew gombert

    Hotdogs sollen in Malaysia in Zukunft einfach nur Würstel heißen.

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