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Brustkrebs-Früherkennung und erbliche Vorbelastung

18. Oktober 2016, 17:15

Brustkrebs kann verschiedene Ursachen haben. Eine davon ist eine genetisch bedingte familiäre Vorbelastung. Dies trifft auf 5 bis 10 Prozent aller Brustkrebsfälle zu. Die davon betroffenen Frauen werden außerhalb des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms behandelt und meist von ihren Vertrauensärztinnen und -ärzten zu den empfohlenen Untersuchungen zugewiesen.

"Erblich weitergegebene Fehler in den Genen sind nur selten die Ursache von Brustkrebs", erklärt Dr.in Marianne Bernhart, programmverantwortliche Medizinerin des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms. "Dennoch werden wir im Rahmen unserer Informationsveranstaltungen immer wieder von besorgten Frauen angesprochen. Das macht deutlich, wie sensibel Frauen auf das Thema Brustkrebs reagieren."

Etwa fünf bis zehn Prozent aller Brustkrebserkrankungen sind die Folge einer genetischen Mutation der Gene BRCA1 und BRCA2 (Breast Cancer Genes 1 und 2). Die Häufung von Brust- und/oder Eierstockkrebs in einer Familie bzw. die Erkrankung in jungen Jahren kann ein Hinweis auf einen solchen Genfehler sein. Je nachdem, ob ein moderates oder ein hohes Risiko für Brustkrebs vorliegt, werden individuelle Untersuchungen und eine genetische Beratung empfohlen.

Kriterien für erhöhtes Risiko

"Ein Risiko liegt beispielsweise dann vor, wenn in der Familie eine Brustkrebserkrankung vor dem 35. Lebensjahr aufgetreten ist bzw. wenn es Fälle von Brust- und Eierstockkrebs gibt. Beidseitige Brustkrebserkrankungen werden vom Risiko her noch höher eingestuft", so Bernhart. Die Beratung von Frauen, die sich mit einem solchen Risiko konfrontiert sehen, ist von besonderer Bedeutung. Im Anschluss daran kann ein Gentest durchgeführt werden, der von der Krankenkasse bezahlt wird. Das veränderte Gen kann übrigens keine Generation überspringen und wird auch über Männer vererbt.

Abklärung von Genfehlern

"Die Abklärung, ob ein Genfehler vorliegt, und die weiterführende Betreuung sind nicht Teil des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms", stellt Bernhart klar. Das 2014 gestartete Screening-Programm richtet sich an Frauen ab 40 Jahren, die keine Beschwerden einer Brustkrebserkrankung bzw. keine genetische Vorbelastung haben.

"Wir empfehlen Frauen, die aufgrund ihrer Familiengeschichte konkrete Bedenken haben, ein Beratungsgespräch in einer der 70 Beratungsstellen für familiären Brust- und Eierstockkrebs in ganz Österreich in Anspruch zu nehmen", so die Medizinerin.



Weitere Informationen:

www.frueh-erkennen.at
Serviceline 0800 500 181
Mo bis Fr 08:00 bis 18:00 Uhr
kostenfrei aus ganz Österreich

www.brustgenberatung.at

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    foto: bkfp/unkart
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