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Brustkrebs-Früherkennungsprogramm: Nutzen und Risiken kennen

18. Oktober 2016, 17:14

Die Stärkung der Gesundheitskompetenz ist ein wichtiges Ziel im Rahmen der Österreichischen Gesundheitsreform. Um dieses zu erreichen, hat sich auch das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm dazu verpflichtet, Frauen eine informierte Entscheidung zu ermöglichen.

Ziel dabei ist, Frauen Informationen zur Verfügung zu stellen auf deren Basis sie sich für oder gegen eine Teilnahme am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm entscheiden können. "Auf unserer Website www.frueh-erkennen.at sowie in verschiedenen Informationsmaterialien informieren wir daher ausführlich über Nutzen und Risiko einer Teilnahme am Brustkrebs-Screening in Österreich", erklärt Mag.a Romana Ruda, Leiterin des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramm.

Nutzen und Risiken der Brustkrebs-Früherkennung

Screening-Programme wie das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm sollen gezielt jene Frauen ansprechen, die am meisten davon profitieren. Generell sind Screening-Untersuchungen nicht nur mit einem Nutzen, sondern auch mit Risiken verbunden.

"Wenn wir von Nutzen sprechen, ist der wesentlichste Aspekt, dass Brustkrebs möglichst früh erkannt wird. Je früher der Krebs erkannt wird, desto schonender ist eine Therapie möglich und desto besser sind die Heilungschancen", erklärt die programmverantwortliche Medizinerin Dr.in Marianne Bernhart. "Daneben gibt es aber auch Risiken, die jeder Frau bewusst sein sollten, wenn sie an einem Screening teilnimmt. Dazu zählen falsch-positive Befunde (auffällige Befunde, bei denen sich später herausstellt, dass alles in Ordnung ist), falsch negative Befunde (wenn kein Tumor sichtbar ist, obwohl sich bereits Krebs gebildet hat), Überdiagnosen (eine Brustkrebserkrankung, die zu Lebzeiten der Frau nicht auffällig geworden wäre und keine Beschwerden hervorgerufen hätte) und die Strahlenbelastung. Wie Nutzen und Risiken gelagert sind, hängt vor allem vom Alter der Frau ab."

Studien haben gezeigt, dass Frauen zwischen 50 und 69 Jahren die beste Nutzen-Risiken-Bilanz bei Brustkrebs-Früherkennungsmammografien aufweisen. Daher empfiehlt auch die EU ein Brustkrebs-Screening für diese Altersgruppe von Frauen. In Österreich wurde nach eingehender Diskussion verschiedener medizinischer ExpertInnengruppen gemeinsam mit der Österreichischen Ärztekammer beschlossen, die Zielgruppe für das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm noch weiter zu fassen. Die Hauptzielgruppe des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms sind Frauen zwischen 45 und 69 Jahren. Frauen zwischen 40 und 44 Jahren und Frauen ab 70 Jahren zählen zur erweiterten Zielgruppe.

Gesundheitskompetenz erhöhen

Frauen der erweiterten Zielgruppe können sich zum Brustkrebs-Früherkennungsprogramm anmelden, wenn sie daran teilnehmen möchten. "Gerade Frauen dieser Altersgruppen sollten sich gezielt über Nutzen und Risiken informieren, um sich dann bewusst für oder gegen eine Teilnahme am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm zu entscheiden." Denn Nutzen und Risiken sind für jüngere und ältere Frauen nicht ausgewogen. So ist beispielsweise das Brustgewebe jüngerer Frauen empfindlicher gegenüber Röntgenstrahlung. Gleichzeitig ist die Mammografie bei jüngeren Frauen weniger aussagekräftig, weil junge Frauen ein sehr dichtes Brustgewebe haben.

"Ziel des Programms ist es, die Gesundheitskompetenz von Frauen zu erhöhen und ihnen Informationen über Nutzen und Risiken der Brustkrebs-Früherkennung verständlich zur Verfügung zu stellen", so Ruda. Die Stärkung der Gesundheitskompetenz spielt gerade auch bei Frauen mit Migrationshintergrund eine wichtige Rolle. Die Koordinierungsstelle des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms informiert Migrantinnen daher gezielt, u.a. auf Veranstaltungen sowie über Werbung in öffentlichen Verkehrsmitteln in Wien. "Jede Frau hat das Recht, gesundheitliche Entscheidungen selbst zu treffen. Denn letztendlich ist jede Frau die beste Expertin für sich selbst", so Ruda.



Weitere Informationen:

www.frueh-erkennen.at
Serviceline 0800 500 181
Mo bis Fr 08:00 bis 18:00 Uhr
kostenfrei aus ganz Österreich

  • Artikelbild
    foto: bkfp/unkart
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