Umfrage: Gutes Arbeitsklima wichtiger als interessante Tätigkeit

18. Oktober 2016, 14:45
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Jobbörse Stepstone: Bewerber wollen in erster Linie gesunde Work-Life-Balance

Wien – Unternehmen müssen sich ordentlich anstrengen, wenn sie qualifizierte Arbeitnehmer an sich binden wollen. Denn einer überwältigenden Mehrheit der Bewerber ist eine gesunde Work-Life-Balance wichtiger als Karriere, wie das Internetjobportal Stepstone im Rahmen einer Umfrage unter 845 Fach- und Führungskräften erhob.

80 Prozent der Befragten legen ihren Fokus in den nächsten drei Jahren demnach auf ihrer Gesundheit, 70 Prozent auf ihrer Familie und 66 Prozent auf ihrer Partnerschaft.

Wertschätzung wichtiger als Inhalte

Angenehme Kollegen sind ebenfalls 80 Prozent der Befragten wichtiger als eine interessante, spannende Tätigkeit. Eine kollegiale Arbeitsatmosphäre und eine wertschätzende Unternehmenskultur werden als essenziell empfunden – Mitarbeiter wollen für ihre Leistung wertschätzend behandelt werden.

Fehlende Anerkennung ist für 45,8 Prozent der Befragten ein Kündigungsgrund, ständige Kritik und wenig Lob für 40,5 Prozent. "Eine Kultur der Wertschätzung macht sich kurz- oder langfristig bezahlt und sollte jedenfalls bewusst gepflegt werden", so Bauer unter Verweis auf den engen Zusammenhang zwischen Zufriedenheit am Arbeitsplatz und besserer Leistung.

Selbstbestimmte Arbeitszeiten

Im Job ist auch mehr Selbstbestimmung gefragt: 78 Prozent der Berufstätigen beziehungsweise rund 77 Prozent der Jobsuchenden legen Wert auf flexible Arbeitszeitmodelle. Auch eine überdurchschnittliche Entlohnung (65 Prozent), Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten (60 Prozent) und Aufstiegschancen (59 Prozent) machen einen Arbeitgeber attraktiv. Weiters wollen Bewerber laut Stepstone schnelle, transparente und unkomplizierte Bewerbungsprozesse.

Für viele Fachkräfte sind der Umfrage zufolge die steigende Arbeitslosigkeit und ein Bewerberüberschuss in manchen Branchen spürbar: 60 Prozent gaben an, dass die Jobsuche heute "aufwendiger ist und länger dauert" als vor einigen Jahren. Nicht ganz die Hälfte der 341 befragten Fach- und Führungskräfte, die gerade einen Job suchen, schätzen ihre Situation am Arbeitsmarkt "schlechter als in den vergangenen Jahren" ein. Fast ein Drittel (30 Prozent) ist überzeugt davon, dass ihre Jobsuche vier Wochen bis sechs Monate dauert.

In der Stepstone-Umfrage sind 504 Berufstätige und 341 Jobsuchende erfasst – großteils aus den Bereichen IT, Ingenieurwesen, Vertrieb, Gesundheitswesen, Banken und Finanzen sowie Logistik. (APA, 18.10.2016)

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