Bürger bitten Papst im Kampf gegen McDonald's-Restaurant um Hilfe

18. Oktober 2016, 14:13
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Auch Konsumentenschutzverband schloss sich dem Protest an

Vatikanstadt/Oak Brook – Der Wirbel um die geplante Eröffnung eines McDonald's-Restaurants unweit des Petersplatz hält an. Ein Komitee von Bürgern des mit dem Vatikan grenzenden Viertels Borgo Pio und der Konsumentenschutzverband Codacons haben den Papst um seine Unterstützung gegen die Eröffnung des Fastfood-Lokals gebeten.

Die Gefahr sei, die kulturelle und soziale Identität des Viertels zu verzerren, das bereits vom Massentourismus schwer belastet sei. Befürchtet werde auch ein "unkontrollierter Zustrom" von Besuchern, was für weitere Verkehrsprobleme im Stadtviertel sorgen könnte.

Der Papst solle nicht zulassen, dass der Raum um den Vatikan, Magnet für Pilger aus der ganzen Welt, von Fastfood-Lokalen und Restaurants überschwemmt werde, hieß es im Schreiben an Franziskus. Auch Kurienkardinäle hatten sich bereits kritisch über das McDonald's-Restaurant mit Ausblick auf den Apostolischen Palast geäußert.

Räumlichkeiten des Vatikan

Der Konsumentenschutzverband wendete sich an die Gemeinde Rom und an die Justizbehörden, um die Eröffnung des Restaurants in Räumlichkeiten im Besitz der vatikanischen Immobilienverwaltung zu verhindern. Laut Medienangaben soll der Vatikan für das 538 Quadratmeter große Ladenlokal monatlich 30.000 Euro Miete erhalten. McDonald's selbst äußerte sich bisher nicht dazu.

Laut der römischen Tageszeitung "La Repubblica" ist noch unklar, wann das McDonald's-Restaurant geöffnet werden soll. Die Gemeinde Rom bemängelte, dass noch einige wesentliche Dokumente für ein Grünes Licht zur Eröffnung des Lokals fehlen würden. Diese will die US-Gruppe demnächst liefern. (APA, 18.10.2016)

  • Nachdem schon einige Kardinäle gegen das Fastfoodlokal Protest eingelegt hatten, wenden sich in der selben Sache nun römische Bürger an den Pontifex.
    foto: reuters/tony gentile

    Nachdem schon einige Kardinäle gegen das Fastfoodlokal Protest eingelegt hatten, wenden sich in der selben Sache nun römische Bürger an den Pontifex.

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