Landschafts- und Erlebnisläufer: Rotte rennt am Wolfgangsee

Blog19. Oktober 2016, 08:00
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Vom Uferlaufen im zehnten Bundesland, Postkartenspätsommerwetter Mitte Oktober und einem heimatfilmkompatiblen Zieleinlauf beim 45. Wolfgangseelauf

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foto: thomas rottenberg

Manchen Klischees entkommt man nicht. Und je weiter man weg fährt, umso rascher holen sie einen ein: Wenn man in Denver in einem Diner sitzt und die Kellnerin fragt, woher man denn käme, kann es passieren, dass die gute Dame als Antwort auf die Antwort mit strahlendem Lächeln zu singen und zu tänzeln beginnt – und todunglücklich ist, wenn ein ganzer Tisch voll Österreicher sie ahnungs- bis fassungslos anstarrt: "But: Austria – Sound of Music. Salzburg. Wolfgangsee …" Kommt dann. Und ungläubiges Staunen: "What? You have never seen ‘The Sound of music‘?"

Nö, hab ich nicht. Genauso wenig wie ich "Im weißen Rössl" je gesehen habe. Aber auch wenn man versucht, Klischees und Gegenden, die von Bus-Thementouren angefahren werden zu meiden, ist halt doch eines wahr: Nur mit Marketing allein macht man aus einer Region keine touristischen Kult- und Pilgerstätten. Wenn es am Wolfgangsee nicht unpackbar schön wäre, hätte die Geschichte der Trapps ebenso wenige Leute interessiert, wie Franz Antels Huldigung dieser Ecke Österreichs.

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