Telekom-Austria-Aufsichtsrat – Alles bleibt (vorerst) beim Alten

18. Oktober 2016, 13:42
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AR-Vorsitzender Ruttenstorfer: "Gute Diskussion" – Betriebsratschef Hotz: Wurden nicht von Vorteilen einer Änderung der Gesellschaftsform überzeugt

Der heutige Sonderaufsichtsrat der Telekom Austria ist ohne Überraschungen zu Mittag zu Ende gegangen. Das Gesprächsklima habe zwar gepasst, verbindliche Zusagen für ein Fortbestehen der A1 als AG – wie von den Belegschaftsvertretern gewünscht – gab es aber nicht, so Betriebsratschef Walter Hotz. Auch hätte ihn die Sitzung nicht von den Vorteilen der Umwandlung in eine GmbH überzeugen können.

Einig waren sich Arbeitnehmer- wie Arbeitgebervertreter nach Sitzungsende, dass die Gespräche weiter laufen.

"Die gute Diskussion"

Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Ruttenstorfer betonte laut Aussendung: "Die gute Diskussion heute über die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens hat gezeigt, dass Kapital- und Belegschaftsvertreter konstruktiv zusammenarbeiten". Und Carlos Garcia Moreno, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates und Finanzchef von Telekom-Mehrheitseigentümer América Móvil ergänzte: "América Móvil legt bei diesen Gesprächen großen Wert auf die Einbindung aller Entscheidungsträger. Wir werden auch weiterhin einen offenen und konstruktiven Dialog suchen."

Uns geht es darum dass das Thema vom Tisch ist

Ganz so diplomatisch drückte es Hotz im Gespräch nicht aus. "Reden kann man immer. Uns geht es darum dass das Thema (die Änderung der A1-Gesellschaftsform, Anm.) vom Tisch ist. 70 Prozent des Konzernumsatzes kommt von der A1. Hier wird gut gearbeitet, uns hat niemand von den Vorteilen einer Änderung überzeugen können", so Hotz.

Wachstumskurs

Auch die Telekom bestätigt den richtigen Kurs – aber mit Einschränkung. "Das Unternehmen befindet sich seit mehreren Quartalen auf Wachstumskurs und auch das Vertrauen von Investoren ist gestiegen. Mit der neu errichteten Business Unit Digital, einem modernen Führungsstil sowie neuen Produktschwerpunkten im Bereich Cloud und IoT sind wichtige Grundlagen für weiteres Wachstum geschaffen worden. Jetzt geht es darum Synergien noch besser zu nützen und aus einer Summe einzelner Gesellschaften einen schlagkräftigen Telekommunikationskonzern zu formen", so der teilstaatliche Konzern in einer Aussendung. (APA, 18.10. 2016)

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    foto: apa
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