Flüchtling soll Dolmetscherin in Calais vergewaltigt haben

18. Oktober 2016, 11:37
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Die Frau war nach eigenen Angaben mit einem Journalisten unterwegs, als sie von drei Männern angegriffen wurden. Die Polizei ermittelt

Calais – Ein Flüchtling soll am Rande des Lagers bei Calais in Nordfrankreich die Dolmetscherin eines TV-Reporters vergewaltigt haben. Der Journalist und seine afghanischstämmige Paschtu-Dolmetscherin hätten in der Nacht auf Dienstag in dem Flüchtlingslager eine Reportage über minderjährige Flüchtlinge gedreht, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dabei seien sie nach eigenen Angaben von drei Männern, "vermutlich Flüchtlingen", attackiert worden.

Die Männer hätten zunächst die Ausrüstung des Journalisten stehlen wollen. Dann habe einer der mit einem Messer bewaffneten Afghanen die 38-jährige Dolmetscherin zu Sex gezwungen. Die beiden anderen Männer hätten den 42-jährigen Journalisten mit Messern auf Abstand gehalten. Die Behörden leiteten umgehend Ermittlungen ein, nach den drei Angreifern wurde noch gesucht.

In dem auch als "Dschungel" bekannten Flüchtlingslager harren tausende Menschen aus, von denen viele hoffen, heimlich nach Großbritannien zu gelangen. Das Lager soll bald geräumt werden, möglicherweise ab kommendem Montag. Die Behörden wollen die Flüchtlinge auf Unterkünfte in ganz Frankreich verteilen. (APA, red, 18.10.2016)

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