"Smart Metering" und Spiegeldisplays: Smart Home im Bad

5. November 2016, 09:00
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Badezimmer lassen sich nicht nur mit technischen Nebensächlichkeiten bestücken, sondern bieten auch Platz für sinnvolle Neuerungen

Denkt man an die technische Vernetzung des eigenen Zuhauses, denkt man wohl zuallererst an intelligente Alarmsysteme, Unterhaltungsmedien, Gartenpflegeroboter oder über Apps steuerbare Heizungssysteme. Das Badezimmer steht als Smart-Home-Bereich eher weniger im Zentrum der Aufmerksamkeit. Teilweise zu Unrecht, denn neben technischen Spielereien lassen sich auch wirklich sinnvolle technische Installationen vornehmen.

"Smart Metering"

Wird vom Bad als Smart-Home-Zone gesprochen, kommt man um den Begriff "Smart Metering" nicht herum. Damit sind intelligente Systeme gemeint, die Daten zur Nutzungszeit elektronischer Geräte oder zum Verbrauch von Wasser oder Strom sammeln.

Gerade im Bad bieten sich daher technische Installationen an, die den Wasserverbrauch realitätsnahe messen und dem Benutzer aufschlussreiche Werte und Statistiken zur Verfügung stellen. Diese können etwa im Waschbecken, in der Badewanne oder in der Dusche eingebaut werden. Intelligente Zahnbürsten etwa unterstützen den Anwender nicht nur beim Putzvorgang selbst, sondern werten auch seine Zahnpflegegewohnheiten aus und alarmieren bei Handlungsbedarf per App.

hydrao smart & blue
Der smarte Duschkopf von Hydrao hilft beim Wassersparen.

Heißes Bad auf Knopfdruck

Darüber hinaus können intelligente Duschköpfe im Smart-Home-Badezimmer die Duschgewohnheiten mehrerer Benutzer abspeichern, zum Beispiel welche Wassertemperatur und Beleuchtung bevorzugt wird oder ob und welche Musik gespielt werden soll. Badewannen lassen sich per App bereits auf dem Heimweg mit Wasser der gewünschten Temperatur einlassen.

Beliebte Smart-Home-Elemente sind vor allem auch ausrichtbare Spiegel, die gleichzeitig als Display verwendet werden können und neueste Nachrichten, Wetter- und Verkehrsinformationen anzeigen oder zum Surfen im Internet verwendet werden können. Dadurch kann die Zeit beim Zähneputzen, Frisieren oder Rasieren zusätzlich für Information oder Unterhaltung genutzt werden.

tech reviews
Das Werbevideo für einen Spiegel, auf dem sich auch Videos abspielen und Nachrichten empfangen lassen. Die "Perseus Mirror" Kickstarter-Kampagne war jedenfalls erfolgreich, die erforderliche Summe wurde erreicht.

Luxus vs. Sicherheit

Die meisten Smart-Home-Elemente im Badezimmer wirken wie technische Spielereien und Luxusgüter, welche die Lebensqualität zwar erhöhen, welche allerdings wahrscheinlich nicht gerade die Bevölkerungsmehrheit ansprechen werden, da die Preise möglicherweise zu hoch sind. Auf schwenkbare Spiegel-Displays oder intelligente Duschköpfe kann man notfalls bestimmt verzichten.

Auf der anderen Seite sind einige Apparaturen sicherlich ganz sinnvoll, wie etwa Smart-Metering-Systeme. Auch das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung in Stuttgart hat etwas ziemlich Sinnvolles entwickelt: Sensoren, die unter den Fliesen verbaut werden und bei Stürzen Alarm geben können. Dieses Sicherheitssystem könnte vor allem für ältere Personen interessant sein. (Florian Schmidt, 5.11.2016)

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