Elektronische Haushaltshilfen: Roboter im Smart Home

8. November 2016, 09:00
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Service- und Haushaltsroboter nehmen uns in der Zukunft nicht nur Arbeit ab, sie begegnen uns auf einer sozialen Ebene

Das Smart Home-Inventar wird durch immer mehr Apparaturen aus dem Bereich der Robotik ergänzt. Neben stationären elektronischen Geräten spielen daher auch Serviceroboter und andere kleine Helfer eine immer größere Rolle in unserem Heim oder unserem Garten. Die Forschung setzt dabei auf immer menschenähnlichere Produkte mit sozialen Kompetenzen.

Boden- und Rasenpflege

Serviceroboter wie Rasenmähroboter oder Staubsaugroboter haben sich schon seit längerer Zeit etabliert. Da sie einiges an mühsamer Arbeit abnehmen und nicht allzu teuer sind, sind sie bereits in zahlreichen Haushalten zu finden und wurden schnell als technisches Hilfsmittel akzeptiert. Die Technisierung des Facility Managements in größeren Gebäuden bedroht sogar schon zahlreiche Arbeitsplätze. Auch Poolreinigungsroboter sind zum Beispiel weit verbreitet.

Daneben gibt es aber noch eher unbekannte Hilfsroboter wie etwa Fensterputzroboter, Bodenwischroboter oder Regenrinnenreinigungsroboter. Auch Überwachungsroboter, Unterhaltungs- bzw. Spielroboter und zahlreiche Gadgets wie Roboterkoffer werden mittlerweile angeboten.

Fernsteuerung und Kontrolle

Diese meisten dieser Produkte gibt es nicht erst seit jetzt, Rasenmähroboter existieren etwa schon seit rund 20 Jahren. Was aber neu dazukommt, ist die technische Vernetzung, wodurch Roboter mittlerweile bereits als Smart Home-Element fungieren. So ist der Rasenmähroboter etwa schon längst zum fixen Bestandteil diverser Smart Garden-Systeme geworden.

Dadurch können für Serviceroboter zum Beispiel komplexere Programmierungen vorgenommen werden, sie lassen sich sogar über eigene Apps selbst steuern. Gibt es Neuigkeiten oder Probleme, wird der Besitzer über das Smartphone sofort alarmiert. Somit bleiben sie auch bei Abwesenheit des Benutzers kontrollierbar.

Soziale Roboter

Als nächsten Schritt streben Forscher und Hersteller allerdings eine neue Art von Robotern an, nämlich Haushaltshilfen mit Sozialkompetenzen, die mit Menschen interagieren. Diese Familienroboter assistieren den Anwendern, simulieren Mimik und Emotionen, können auf Sprachanfragen antworten und Befehle entgegennehmen. Durch Crowdfunding wurde etwa der Roboter Jibo finanziert, der sich aber nicht fortbewegen kann und daher im Prinzip dem intelligenten Lautsprecher Amazon Echo ähnelt.

amazon

Einen vergleichbaren mobilen Roboter hat das taiwanesische Unternehmen ASUS 2016 vorgestellt, der schon eher zeigt, in welche Richtung diese Art von Roboter gehen könnte. Mit einem Preis von rund 600 Dollar wirkt er sogar erschwinglich. Ob dieser aber über längere Zeit überzeugen kann, bleibt aber abzuwarten.

asus

Bis es aber wirklich gute, multifunktionale Service- und Familienroboter mit einer Vielfalt an Aktions- und Reaktionsmöglichkeiten gibt, die das Smart Home bereichern, menschenähnliche Verhaltensweisen zeigen und dabei noch leistbar sind, dürfte wohl noch einige Zeit vergehen. (Florian Schmidt, 08.11.2016)

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    foto: reuters/tyrone siu
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