EU-Behörde gegen Komplettverbot des Galaxy Note 7 in Flugzeugen

17. Oktober 2016, 17:47
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Easa hält an bisheriger Linie fest: Gerät muss beim Flug ausgeschaltet sein, darf nicht geladen werden und sich nicht im aufgegebenen Gepäck befinden

Die Europäische Flugsicherheitsbehörde (Easa) sieht keinen Bedarf an einem Komplett-Verbot von Samsungs feuergefährlichem Pannen-Smartphone Galaxy Note 7 in Flugzeugen nach US-Vorbild. Stattdessen hält die Easa an ihrer bisherigen Linie fest, wie sie am Montag mitteilte. Das Gerät müsse während des Fluges ausgeschaltet sein, nicht geladen werden und sich nicht im aufgegebenen Gepäck befinden. Zuvor hatte die AUA die Mitnahme auf Flügen verboten.

Rahmenbedingungen "anders als in den USA"

Die Rahmenbedingungen seien anders als in den USA, erklärte die Easa. In Europa waren die Geräte gar nicht erst in den breiten Verkauf gekommen, weil es den ersten Rückruf wegen der Überhitzungsprobleme gab. Man glaube, dass die derzeitigen Empfehlungen die Gefahr entschärften – angesichts der geringen Anzahl der in Europa verfügbaren Geräte und des sehr geringen Risikos, dass eines dieser wenigen Smartphones im Flugzeug Feuer fange.

Modell zurückgerufen

Smartphones des Typs waren mehrfach in Brand geraten und das Modell war deswegen Anfang September zurückgerufen worden. Danach fingen aber auch wiederholt vermeintlich sichere Ersatzgeräte Feuer, eines davon vor dem Start eines Flugzeugs in den USA. Die noch am Gate stehende Maschine wurde geräumt. In den USA wurde rund eine Million Geräte verkauft. Es wurden knapp 100 Fälle von Überhitzung und Feuer gemeldet. (APA, 17.10.2016)

  • Das Galaxy Note 7 ist im ausgeschalteten Zustand offenbar doch keine Gefahr – zumindest laut der EU-Flugbehörde
    foto: reuters/kham

    Das Galaxy Note 7 ist im ausgeschalteten Zustand offenbar doch keine Gefahr – zumindest laut der EU-Flugbehörde

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