14. Sicherheitskonferenz Krems befasst sich mit autonomem Fahren

17. Oktober 2016, 14:58
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Ethische Herausforderungen werden am Donnerstag an der Donau-Universität diskutiert

"Connected Cars – Sicheres Fahren im digitalen Zeitalter" ist eines der Themen der 14. Sicherheitskonferenz an der Donau-Universität Krems. Bei der Veranstaltung am Donnerstag werden die ethischen Herausforderungen im Zusammenhang mit selbstfahrenden Fahrzeugen diskutiert.

Marktpotenzial von insgesamt 42 Milliarden US-Dollar

Laut einer Studie der Boston Consulting Group aus dem Jahr 2015 wird einer Aussendung der Donau-Universität zufolge für Autopilot-Funktionen ein Marktpotenzial von insgesamt 42 Milliarden US-Dollar (38,17 Mrd. Euro) bis 2025 prognostiziert. Zudem werde nach einer Analyse der Unternehmensberatung McKinsey durch autonom agierende Autos ein Rückgang der Verkehrsunfälle um bis zu 90 Prozent erwartet – jedoch unter der Voraussetzung, dass die selbstfahrenden Fahrzeuge die Mehrheit unter den Straßenfahrzeugen darstellen.

Es gelte, die nahezu unüberschaubaren Varianten menschlichen Fehlverhaltens vorherzusehen und in das Sicherheitskonzept insgesamt zu integrieren, denn der Algorithmus im Auto muss im Zweifelsfall entscheiden, auf welche Weise ein Unfall vermieden werden soll. Dabei stellt sich die Frage, nach welchen moralischen Grundsätzen autonome Fahrzeuge programmiert werden. Philipp Schaumann, Spezialist für IT- und Informationssicherheit, wird bei der Konferenz in der Keynote zum Thema "Ethik von autonomen Systemen" grundlegende ethische Prinzipien und ihre Anwendung auf autonome Geräte näher betrachten.

"Sicherheitsmanagement aus Sicht der Hersteller"

Zum Thema Datenschutz und Datensicherheit wird Rolf von Rössing über "Sicherheitsmanagement aus Sicht der Hersteller" referieren. Der ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer zeigt das Spannungsfeld zwischen fahrzeugseitig generierten Daten auf, die oft zur Hebung der Verkehrssicherheit im Sinne von "Safety" dienen sollen, gleichzeitig aber die virtuelle Eingangstüre in ein Fahrzeug darstellen und so einen Risikofaktor für die "Security" bilden können.

Aus kriminalpolizeilicher Sicht ergebe sich die Notwendigkeit der einwandfreien und nachvollziehbaren Beweisaufnahme und Beweissicherung unter Berücksichtigung anerkannter forensischer Richtlinien. "Durch die fortschreitende Entwicklung von Kommunikationsschnittstellen, Datenspeicher und IT-Systemen in modernen Kraftfahrzeugen wird die Polizei vor neue Herausforderungen und Aufgaben gestellt", erklärte Horst Reisner vom Cybercrime-Competence-Center des Bundeskriminalamts.

Am Tagungsprogramm steht auch eine Live-Demo mit einem Traktor. Christian Zinner vom AIT (Austrian Institute of Technology) wird aktuelle Forschungsaktivitäten auf dem Weg zur Realisierung sicherer autonomer Fahrzeuge und Arbeitsmaschinen aufzeigen und anschaulich vorstellen. (APA, 17.10. 2016)

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