Hofer verteidigt umstrittenes Buch "Für ein freies Österreich"

17. Oktober 2016, 14:12
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FPÖ-Präsidentschaftskandidat: Von ihm herausgegebenes Werk "insgesamt kein Fehler", nur "einige Passagen"

Wien – FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer verteidigt seine Herausgeberschaft des umstrittenen Buches "Für ein freies Österreich", das das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes als rechtsextrem einstuft. "Das Buch insgesamt ist kein Fehler, einige Passagen in diesem Buch sind ein Fehler", sagt Hofer im Interview mit der ATV-Sendung "Klartext", die Montagabend ausgestrahlt wird. Er habe das Buch aber "nicht geschrieben".

Den Vorwurf des Rechtsextremismus gegenüber dem Autor, dem Wiener FPÖ-Bezirksrat Michael Howanietz, will Hofer nicht stehen lassen: "Ich sehe das nicht so." Die "Faschismuskeule, mich als rechtsextremen Menschen darzustellen", sei "völlig aus der Luft gegriffen", sagt Hofer, nachdem ihn ATV-Moderator Martin Thür mit Passagen aus dem Buch konfrontiert hat (etwa: "Mit jeder potenziellen Mutter und jedem potenziellen Vater, der heute nicht geboren wird, beschleunigt sich der Prozess der Selbstauslöschung ..."). "Ich hasse den Nationalsozialismus, ich will damit nicht zu tun haben", so Hofer.

Einmal mehr betont Hofer, er werde auch in seiner Funktion als Dritter Nationalratspräsident die Autorisierung für das Ceta-Abkommen nicht unterschreiben. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) benötigt diese Autorisierung des Nationalratspräsidiums in Vertretung des Bundespräsidenten, um den Vertrag unterzeichnen zu können. Da es sich um eine Mehrheitsentscheidung im dreiköpfigen Nationalratspräsidium handelt, hat Hofers Weigerung aber keine Auswirkungen. Sowohl Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) als auch der Zweite Nationalratspräsident Karlheinz Kopf (ÖVP) werden unterschreiben.

Zu dem Wunsch von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, dass Österreich der Visegrád-Gruppe betritt, sagt Hofer, eine Kooperation müsse "größer" sein. So müssten etwa Slowenien und Kroatien, aber auch Serbien dabei sein – sofern dieses der EU beitritt. (APA, red, 17.10.2016)

  • Die "Faschismus-Keule, mich als rechtsextremen Menschen darzustellen", sei "völlig aus der Luft gegriffen", so Norbert Hofer.
    foto: apa/hans punz

    Die "Faschismus-Keule, mich als rechtsextremen Menschen darzustellen", sei "völlig aus der Luft gegriffen", so Norbert Hofer.

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